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Borna Funkstille in Großdeuben – nach einem Unfall fatal
Region Borna Funkstille in Großdeuben – nach einem Unfall fatal
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10:45 03.07.2018
Die Kreuzungsmündung in der Zehmener Straße ist erst spät zu erkennen. Erst vor zwei Monaten gab es hier einen Unfall. Quelle: Julia Tonne
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Böhlen

Erst kürzlich hat es in der Zehmener Straße in Böhlens Stadtteil Großdeuben gekracht. Ein Lastwagenfahrer übersah ein von rechts kommendes Auto und kollidierte mit diesem. Es blieb zum Glück beim Sachschaden. Dennoch fordert Anwohner Nils Scheibe ein Eingreifen der Stadt. „Denn zu gefährlichen Situationen kam es hier schon häufiger“, betont er. Der Grund: Die Zehmener Straße als 30er-Zone hat gleichberechtigte Einmündungen – heißt: wer von rechts kommt, darf als erster fahren – die aber nur schwer zu erkennen sind.

Verkehrssituation im Wohngebiet unübersichtlich

Zum einen verdeckt eine Hecke die Sicht auf einen Abzweig, zum anderen gibt es auch kein Verkehrsschild „Kreuzung oder Einmündung mit Vorfahrt von rechts“. „Im Dunkeln ist es noch gefährlicher, denn es fehlen auch Laternen vor dem Kreuzungsbereich“, macht Scheibe deutlich. Aus dem Grund wurde er kürzlich bei der Stadtratssitzung vorstellig und bat um Unterstützung von Seiten der Stadtverwaltung. Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt versprach Hilfe: „Wir gucken uns das vor Ort an und überlegen, was wir machen können.“ Scheibe hofft auf eine schnelle Reaktion der Stadt, „denn hier wohnen viele Kinder, die mit dem Rad zur Schule und zum Sportverein fahren.“ Für sie könne der Abzweig lebensgefährlich werden.

Mobilfunkempfang im Ortsteil gleich Null

Allerdings ist die Verkehrssituation nicht das einzige Anliegen, das Scheibe in der Sitzung vorbrachte. Einher geht damit der unzureichende Mobilfunkempfang in Großdeuben. „Nach dem Unfall die Polizei anzurufen, gestaltete sich schwierig“, betont der Anwohner. Denn seit die Antenne vor anderthalb Jahren vom Dach des Gymnasiums in der Schulstraße entfernt worden sei, herrsche in dem Ortsteil Funkstille. Die nächsten Funkmasten oder Antennen gebe es erst in Markkleeberg-Gaschwitz und in Böhlen selbst. „Wer Ruhe sucht, ist hier gut aufgehoben, aber wenn man doch dringend jemanden erreichen muss, ist das eine Herausforderung“, sagt Scheibe. Entweder man laufe mit erhobenem Handy in der Wohngegend umher oder man setze sich gleich aufs Rad, um nach Gaschwitz zu kommen.

Berndt hatte im Stadtrat betont, verschiedene Standorte den Mobilfunkanbietern in Großdeuben vorgeschlagen zu haben. „Das ist in Arbeit“, aber letztlich würden die Anbieter selbst entscheiden, ob und wo sie eine Antenne platzieren.

Von Julia Tonne

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