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Fußball-EM der Flüchtlingskinder im Gymnasium Groitzsch

Projekt Grenzenlos Fußball-EM der Flüchtlingskinder im Gymnasium Groitzsch

Die Groitzscher Schüler, die am Gymnasium das Projekt „Grenzenlos“ initiiert haben und sich um Flüchtlingsfamilien kümmern, haben passend zur Fußball-EM zum Sporttag eingeladen. Acht Kinder aus Syrien, Tunesien und dem Irak waren mit dabei.

Die Flüchtlingskinder und Schüler des Groitzscher Projekts Grenzenlos funktionierten kurzerhand die Turnhalle zum Fußballstadion um.

Quelle: Julia Tonne

Groitzsch. Ausgelassen springt der zehnjährige Adham durch die Turnhalle des Groitzscher Wiprecht-Gymnasiums, die sechsjährige Zein läuft einem Ball hinterher und Bahzad erklimmt die Sprossenwand. Die drei Kinder gehören mit zu der Gruppe, die Groitzscher Schüler im Rahmen des Projektes Grenzenlos in ihrer Freizeit betreuen (die LVZ berichtete). Am Dienstag stand passend zur Fußball-Europameisterschaft ein Sporttag mit den Fünf- bis 13-Jährigen auf dem Programm.

Sowohl in der Halle als auch auf dem Schulhof spielten die Elf- und Zwölftklässler mit den Flüchtlingskindern Feuer-Wasser-Sturm, Völkerball und eben Fußball. „Sport kommt immer gut an – bei allen Kindern, egal wo sie herkommen“, sagt Clemens Ollermann vom 20-köpfigen Grenzenlos-Team. Anlässlich des sachsenweiten Tages „Genial sozial“, sei die Gruppe nicht für einen guten Zweck in Unternehmen arbeiten gegangen, sondern engagierte sich vor Ort.

Acht Kinder, die mit ihren Familien in Pegau und Elstertrebnitz leben, waren am Dienstag dabei. Sie verstehen immer mehr, was ihnen die Groitzscher Jugendlichen sagen und erklären, denn viele kommen bereits seit mehr als einem halben Jahr zu den Angeboten wie Deutsch-Stunden und Stadtspaziergängen. „Und wenn sie die Regeln der einzelnen Sportarten und Spiele nicht verstehen, helfen sie sich gegenseitig“, sagt Julia Mädler, die sich ebenfalls im Projekt engagiert.

Mit der kleinen Fußball-EM verabschieden sich jetzt alle erst einmal in die Ferien, doch gleich mit Beginn des neuen Schuljahres gibt es ein weiteres Angebot für die Flüchtlingsfamilien. In Kooperation mit der Stadtbibliothek lädt die Schülergruppe zu einem deutsch-arabischen Märchennachmittag ein.

Von Julia Tonne

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