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Borna Fußball: "Wir jammern auf hohem Niveau"
Region Borna Fußball: "Wir jammern auf hohem Niveau"
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19:38 14.07.2011
Harald Sather Quelle: Wilko Finke
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Grimma/Borna

Frage: Wie fällt das Kurzfazit des Präsidenten über die Premieren-Saison des Fußballverbandes Muldental/Leipziger Land aus?

Harald Sather: Es war schon eine besondere Saison. Es gab einen ordentlichen Spielbetrieb, ein gutes Miteinander mit den Vereinen. Da können wir insgesamt zufrieden sein. Natürlich gab es auch Sachen, die besser gemacht werden konnten. Doch ich denke, wir jammern da auf hohem Niveau. Ich sehe den Verband als Dienstleister für die Vereine, die aber auch ihre Vorstellungen einbringen und an uns herantragen müssen.

Was können Sie als besonders positiv aus dem Spieljahr herausheben?

Den Kreispokal-Wettbewerb. Der wurde ja anfangs kritisiert wegen der weiten Strecken. Auch die Relegationsrunde um den letzten freien Platz in der neuen Kreisoberliga wurde gut angenommen.

Und was ist negativ hängengeblieben, hat Ihnen auf den Magen geschlagen?

Natürlich das Spiel zu Himmelfahrt zwischen Gnandstein und Pegau mit Nazi-Parolen, Feuerwerkskörpern und Flitzern. Aber auch die Meisterrunde der Männer mit der Absage von zwei Staffelsiegern hat mir nicht gefallen. Die Platzierungsrunden bei den Frauen waren in der Organisation nicht günstig. Und dass im Nachwuchs-Bereich die meisten Mannschaften bei herrlichstem Wetter im Mai nur noch zugeschaut haben, weil sie keine Platzierungsspiele absolvieren wollten, hat mir auch nicht gefallen. Das müssen wir im Vorfeld klarer strukturieren, festlegen.

Wie schätzen Sie Disziplin und Fair Play auf Kreisebene ein?

Als gut - wenn ich sehe, was andere Kreise für Probleme haben. Bei uns gab es nur einen Spielabbruch aus disziplinarischen Gründen, der trotzdem einer zu viel ist, und lediglich drei Rote Karten mit langfristigen Sperren, bei denen die Spieler länger als sechs Spieltage aussetzen mussten.

Frage: Was nehmen Sie als wichtigsten Aspekt aus der alten in die neue Saison mit?

Harald Sather: Dass wir mehr miteinander kommunizieren müssen. Wenn es Probleme gibt, müssen wir einen Weg finden, um zu einem gemeinsamen Ziel zu finden. Deshalb gilt es, rechtzeitig miteinander zu reden. Nicht nur bei Terminschwierigkeiten sollte schnellstmöglichst reagiert werden. Es sind fast immer Kompromisse möglich. Wenn eine Mannschaft etwa eine Oktoberfest-Fahrt plant, können wir ein Spiel verlegen - aber nicht erst eine Woche vorher.

Die wesentlichste Neuerung für den Verband gegenüber dem Vorjahr ist die Männer-Kreisoberliga, die frühere Bezirksklasse. Was bedeutet das?

Da ändert sich für die Mannschaften nicht viel mehr als der Name ihrer Spielklasse. Der Staffelleiter bleibt, es sind keine anderen Wege. Allerdings ist jetzt unser Kreis-Sportgericht für sie zuständig.

Es wird aber aufgrund der Kreisoberliga erstmals eine offizielle Saisoneröffnung des Verbandes geben.

Ja, das ist richtig - am 12. August in Sermuth. Zunächst findet an dem Freitag ab 17.30 Uhr die Staffeltagung für diese Spielklasse statt, und im Anschluss gibt es ab 19 Uhr das Eröffnungsspiel zwischen dem SV Eintracht Sermuth und dem HFC Colditz.

Das ausführliche, zweigeteilte Interview ist zu lesen in der LVZ Borna/Geithain am 14. (Rückblick) und am 15. Juli (Ausblick).

Olaf Krenz

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