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Borna GPS-Schatzsucher im Umwelteinsatz
Region Borna GPS-Schatzsucher im Umwelteinsatz
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15:21 19.05.2015
Gruppenbild zur Erinnerung: Geocaching-Fans haben rund 1700 junge Bäume in den ehemaligen Tagebau-Boden gebracht. Quelle: Olaf Becher

Knapp 50 Anhänger der elektronischen Schnitzeljagd per Internet und GPS-Gerät bekundeten aktiv ihr Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Natur.

"Geocachers goes Green - Bäume für Peres" lautete das Motto ihres Treffens, das erneut Initiator Nils Weber aus Zeitz ins Leben gerufen hatte. Nach zwei Pflanzungen auf der Kippe Pegau im vergangenen Jahr und einer bei Regis-Breitingen in diesem Frühjahr war dies die vierte Initiative von mitteldeutschen Geocachern. "Wir benutzen und nutzen die Natur für unser Hobby. Dafür möchten wir ihr etwas zurückgeben", erklärte der 43-jährige Programmierer, der seit 2011 "Schätze" sucht und versteckt. "Die eigentliche Idee beschränkt sich dabei nicht allein auf das Pflanzen von Bäumen, sondern sie soll den Leuten bewusst machen, wie wichtig der Erhalt unserer Umwelt sowie der sorgsame Umgang damit sind."

Selbst aus Gera, Naumburg, Leipzig, Zwickau und Altenburg kamen Teilnehmer der Aktion. Das Hauptaugenmerk lag in der Nachpflanzung einer bereits vorhandenen Aufforstungsfläche. Trotz des anfänglichen Regens brachten die modernen Schatzsucher in knapp zwei Stunden etwa 1700 junge Bäume in die Erde, darunter Europäische Lärchen, Gemeine Kiefern sowie Traubeneichen.

Unterstützt wurde die Initiative der Geocacher wieder von der Stiftung Wald für Sachsen, die auch die Bäume zur Verfügung stellte. "Solche Leute sind uns herzlich willkommen, weil sie mit ihrer qualitativen Arbeit den Ansprüchen von uns Forstarbeiter entsprechen", lobte Olaf Kroggel. Der Projektleiter der Stiftung erklärte zudem, dass besonders auf den Rekultivierungsflächen wie auf der Pereser Kippe aufgrund der Bodenzusammensetzung häufig Nachbesserungen des Bestandes erforderlich sind.

Für Sindy und André Schlegel war es die erste Pflanzaktion dieser Art. "Es ist schön, dass es doch so viele Leute gibt, die sich aktiv für die Natur einsetzen", freuten sich die Geraer. Das sah auch Bringfried Reichelt so: "Durch unser Hobby sind wir ja eng mit der Natur verbunden. Mit diesem Event kann so jeder von uns Geocacher echt etwas für die Umwelt tun." Der Rentner war mit seinem Team aus Hohenmölsen gekommen und zum zweiten Mal dabei.

Nach einem Erinnerungsfoto blieb bei heißem Sanddorntee Zeit zum Fachsimpeln und Gedankenaustausch. Dann nutzten einige Enthusiasten die Möglichkeit, in der Gegend versteckte Caches ("geheime Lager"), die teils mit spannenden und kniffligen Rätseln verknüpft sind, aufzuspüren und sich im beiliegenden Logbuch zu verewigen. Beeindruckt vom Teilnehmerfeld, stand für Organisator Nils Weber bereits am Sonnabend fest, diese Aktion fortzuführen. Im nächsten Frühjahr soll an gleicher Stelle eine erneute Pflanzaktion starten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.11.2013
Olaf Becher

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