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Gärten in der Groitzscher Erholung entwickeln sich zu Biotopen

Naturschutz Gärten in der Groitzscher Erholung entwickeln sich zu Biotopen

In der Groitzscher Kleingartenanlage „Erholung“ haben sich der neu angelegte Teich und die Schmetterlingsweise gut entwickelt. Doch an einem zweiten Standort in der Anlage sind die Naturschützer mit dem gleichen Unterfangen zunächst gescheitert. Hier wird das Projekt deutlich mehr Zeit brauchen als bisher angenommen.

Der Garten in der Groitzscher Erholung ist kaum wiederzuerkennen. Im Teich und auf der Schmetterlingswiese sind allerhand Nützlinge heimisch geworden.

Quelle: Julia Tonne

Groitzsch. In der Groitzscher Kleingartenanlage „Erholung“ haben sich der neu angelegte Teich und die Schmetterlingswiese gut entwickelt. Doch an einem zweiten Standort in der Anlage sind die Naturschützer mit dem gleichen Unterfangen zunächst gescheitert. Zwei verwilderte Freigärten waren Anfang des Jahres für diese Zwecke geräumt worden. Während auf einem Areal alles so geklappt hat, wie es sich die Regionalgruppe Südraum Leipzig des Nabu vorgestellt hatte, zieht Peter Windolph, Vorsitzender der Regionalgruppe, für die zweite Fläche eine eher ernüchternde Bilanz.

„Es hat sich gezeigt, dass die Auswahl dieser Fläche falsch war und die damit verbundenen Probleme unterschätzt worden sind“, macht Windolph deutlich. In dem längere Zeit ungenutzten Garten habe sich der Boden mit Gras-und Wildkräutersamen angereichert und mit dichten Wurzeln durchsetzt. Das Wurzelgeflecht blieb erhalten, da wegen der vergrabenen Steine und Metallteile der Boden nicht tief genug gefräst werden konnte. Die Folge: ungewollte Gräser und Wildkräuter wucherten und breiteten sich über den gesamten Garten aus. Die eingebrachten Wildblumen- und Wildkräutersamen konnten sich unter diesen Voraussetzungen nicht oder kaum entwickeln.

Seinen Beitrag zum sachsenweiten Projekt zur Etablierung von Schmetterlingswiesen, das im Zeitraum von 2015 bis 2017 stattfindet, konnte die Regionalgruppe Südraum damit nicht wie erhofft leisten. Allerdings heißt das nicht, dass die Mitglieder die Flinte ins Korn werfen. Vielmehr werden sie sich weiter intensiv um die Fläche kümmern, „so dass es nach und nach gelingt, einen Blütenteppich gegen ungewollte Gräser und Kräuter zu etablieren“. Das werde jedoch länger dauern als bisher gedacht. Der Vorsitzende der Regionalgruppe rechnet mit einem Zeitraum von etwa zwei bis drei Jahren.

Anders sieht die Situation auf dem Gelände aus, auf dem Teich und Wiese angelegt worden sind (die LVZ berichtete). Frösche & Co. haben hier eine neue Heimatadresse gefunden, und Schmetterlinge aller Arten haben sich ebenfalls angesiedelt. „Für die Kleingärtner und auch uns ist vor allem ersichtlich, dass das gleiche Projekt nicht auf allen Flächen gleichermaßen gelingt“, erklärt Windolph. Für ihn ist deutlich geworden, dass das Projekt nicht als Vorbild für andere Kleingartenvereine tauge, da die Mitglieder weder den finanziellen noch den personellen Aufwand leisten könnten. Für die Naturschützer in der „Erholung“ seien beide Areale eine enorme Herausforderung. Eines aber betont Windolph dennoch: In möglichst vielen Gärten sollten wenige Quadratmeter große Blühwiesen angelegt werden, die für Nützlinge Nahrung und Rückzugsraum bieten.

Von Julia Tonne

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