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Borna Gangloff: "Ich möchte ungern auf 500 000 Euro verzichten"
Region Borna Gangloff: "Ich möchte ungern auf 500 000 Euro verzichten"
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14:13 19.05.2015

Böhlens Bürgermeisterin Maria Gangloff (Die Linke), ihre beiden Stellvertreter und je ein Vertreter von CDU, Linke und SPD werden die Verhandlungen bestreiten. Weiterhin am Tisch sitzen fünf Vertreter aus Rötha und vier aus Espenhain.

Gangloff bekräftigte ihre Absicht, zunächst eine Zusammenkunft mit allen Stadt- und Gemeinderäten aus den drei Orten anzuberaumen, um "alle auf einen Wissensstand zu bringen." Insbesondere zum Thema Schulden. Über eine solche Verfahrensweise herrsche in den Kommunen Einverständnis. Es gehe weder um Zwang noch darum, "jemanden zu diskriminieren", erläuterte sie. "Aber es muss gestattet sein, die Dinge beim Namen zu nennen."

In Espenhain gebe es verschiedene Wünsche, aber auch Ängste, reflektierte Gangloff entsprechende Gespräche mit ihrem Amtskollegen Jürgen Frisch (parteilos). Der Fairness halber sollte für die Verhandlungen aus jedem Ortsteil jemand benannt werden, damit sich der Ort artikulieren könne. Das ist im Gemeinderat Espenhain Ende August bereits geschehen (die LVZ berichtete).

Gangloff erinnerte nochmals an den bereits gefassten Grundsatzbeschluss, der aus allen drei Orten vorliegt und Gültigkeit hat. Ob es tatsächlich zu einem Zusammenschluss kommt, werde die Arbeit zeigen, "die jetzt losgeht." Klar sei aber auch, dass "wir nur mit einem größeren Gebiet überlebensfähig sein werden." Die Situation könne sich ändern, auch bei uns.

Stadtrat Jörg Wiltschko (CDU) regte einen Bürgerentscheid an. "Es geht um den Böhlener Bürger, der die finanziellen Lasten stemmen muss", sagte er. Die Bezeichnung des Ortes "ist für mich weniger interessant." Es gehe um die konkreten Belastungen für den Bürger, den Erhalt von Schulen und anderen Einrichtungen, so Wiltschko. Stadtrat David Laux (SPD) äußerte seine Bedenken, dass der Bürger den Eindruck haben könnte, dass der Zusammenschluss kommt und regte an, von Plänen zu sprechen. "All das werden wir besprechen, wenn wir uns das erste Mal treffen", versicherte Gangloff und bekräftigte nochmals das Ziel, "alle mitzunehmen." Sie sei für einen Bürgerentscheid, wenn es zur Eingemeindung kommen sollte.

Auch wenn der Termin bis 1. Januar 2015 in letzter Zeit als nicht mehr machbar angesehen wurde. "Ich möchte ungern auf 500 000 Euro verzichten", machte die Bürgermeisterin ihre Position zur Hochzeitsprämie deutlich, die in diesem Jahr noch fließen würde.

Auf die Beteiligten kommt viel Arbeit zu. Böhlen sei die aufnehmende Gemeinde, nicht die handelnde. Ein fertiges Dokument, der dritte Entwurf eines Eingliederungsvertrages, liege bereit. Es gehe darum, die Böhlener Interessen zu vertreten - "mit dem Weitblick einer Zukunftsfähigkeit", so Gangloff. Die Bürgermeister sind von der Kommunalaufsicht angehalten, einen Termin zu bestimmen und einen Fahrplan für das weitere Prozedere aufzustellen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.09.2014
Grätz, Saskia

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