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Borna Gartenschau: Konkurrenz nun auch aus Markkleeberg
Region Borna Gartenschau: Konkurrenz nun auch aus Markkleeberg
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16:12 19.04.2010
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Borna

Das hat der Markkleeberger Oberbürgermeister Bernd Klose (SPD) angekündigt. Zu den Unterstützern einer Bornaer Bewerbung gehört zumindest Landrat Gerhard Gey (CDU). „Jetzt oder nie“ hat der Markkleeberger Rathauschef als Devise mit Blick auf die Landesgartenschau 2015 ausgegeben. Klose verspricht sich dabei auch Unterstützung für ein ambitioniertes Projekt: die Absenkung der Bundesstraße 2 im Markkleeberger Agra-Gelände, derzeit eine Hochstraße mit dringendem Sanierungsbedarf. Hinzu kommt das Ende des Stadtsanierungsprogramms in Markkleeberg, das nicht nur von Ortsfremden eher als Leipziger Stadteil wahrgenommen wird. Die 3,5 Millionen Euro an Fördermitteln für den Ausrichter der Landesgartenschau, die die Staatsregierung in der letzten Woche ausgelobt hat, kämen dabei auch einer Stadt wie Markkleeberg gelegen. Als Verbündete für eine Bewerbung wähnt Klose die Großstadt Leipzig, der ein großer Teil eines möglichen Markkleeberger Gartenschau-Geländes gehört sowie nicht zuletzt die gleich vier (!) Landtagsabgeordneten mit Wohnsitz Markkleeberg: Oliver Fritzsche (CDU), Anja Jonas (FDP), Heike Werner (Linke) und nicht zuletzt die frühere Bornaer SPD-Landrätin Petra Köpping. Dabei ist Borna auf den ersten Blick womöglich nicht nicht einmal so weit wie das umtriebige Markkleeberg. Zwar gibt es einen Stadtratsbeschluss, demzufolge die Stadtverwaltung eine Bewerbung vorbereiten und ausloten soll. Eine Jahreszahl, um welche Landesgartenschau es sich dabei handelt, enthält der wegweisende Beschluss allerdings nicht. Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) erklärte gestern, die Stadt könne ohnehin noch keinen Planer in Sachen Gartenschau beauftragen, weil die Verabschiedung des städtischen Haushalts noch ausstehe. Und weiter mit Blick auf die Pläne im südlichen Vorort von Leipzig: „Ich kann Markkleeberg verstehen.“ Immerhin, so Luedtke die Stadt denke über einen gemeinsamen Aufruf zur Sammlung von Ideen für die Landesgartenschau nach. Dabei kann Borna auf schwergewichtige Unterstützung setzen. Landrat Gey machte gestern gegenüber der LVZ erneut deutlich, dass er im Zweifel für eine Gartenschau in Borna ist. „Borna war mit der Idee zuerst in der Öffentlichkeit“, deshalb werde er die Stadt dabei sehr gern unterstützen. Natürlich sei die Schau auch für Wurzen oder Markkleeberg von Bedeutung, „aber für mich hat Borna die Nase vorn“. Nicht zuletzt auch, weil es für die Entwicklung von Borna als Kreisstadt wichtig sei, sich erfolgreich um die Gartenschau zu bewerben, so Gey. „Borna hat eine schwierigere Entwicklung hinter sich, da wäre der Effekt größer.“ Das gelte auch in psychologischer und atmosphärischer Hinsicht. Um Markkleeberg hingegen, sagt der Landrat, „mache ich mir weniger Sorgen“.

Nikos Natsidis

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