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Borna Gebhardt beim Film gefragt
Region Borna Gebhardt beim Film gefragt
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16:44 02.03.2010
Jochen Gebhardt ist mit seinen Vierbeinern beim Film gefragt. Quelle: Günther Hunger
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Oelzschau

Ob bei „Der „Klugen Bauerstochter“ oder „Dem Kreuzzug in Jeans“ – der studierte Historiker und seine Tiere sind dabei mit von der Partie. Wenn in der Straße der Freundschaft 9 geschäftiges Treiben herrscht, ist das meist ein untrügliches Zeichen: Der 54-Jährige tourt mit seinen Vierbeinern wieder zu Veranstaltungsorten oder Filmdreharbeiten. Bei Letzteren ist der Oelzschauer schon seit Jahren mit seinen Pferden ein gefragter Mitwirkender. So war die schwere Warmblutstute Winni (14) mit bei den Dreharbeiten zur „Klugen Bauerstochter“ im Juli 2009 in Blankenhain dabei. „Das Gelände des Landschaftsmuseums am malerischen Ort auf der Bier- und Burgenstraße war wie geschaffen für das Grimmsche Märchen“, erinnert sich der gebürtige Hallenser. Fünf Drehtage war er mit seinem Pferd vor Ort. Mit diesem musste der Fuhrmann unter seiner Regie zu recht kommen. „Es war schon nicht einfach, da das Tier ab der Marktszene still stehen und umgänglich sein musste. Das Märchen mit Anna Maria Mühe in der Hauptrolle lief im Weihnachtsprogramm.Gern erinnert sich der Pferdenarr auch an die Dreharbeiten zur internationalen Produktion „Kreuzzug in Jeans. In diesem Fantasy-Familienfilm spielten Joe Flynn und Stephanie Leonidas die Hauptrollen. Er wurde 2007 ausgestrahlt. „Dabei gab es gefährliche Situationen. So wurde die Überquerung der Alpen in einer Szene an einem steilen Abhang im Elbsandsteingebirge gefilmt. „Da bekam man schon feuchte Hände“, erzählt er. Doch die Tiere seien von sich aus ruhiger geworden und taten das, was zu tun ist.Auch beim Kinostreifen „Die Päpstin“ sollte er mitwirken. „Doch als es soweit war, stellte es sich heraus, dass die Ohren vom Maultier Pandora zu kurz waren“, bedauert er.Ansonsten aber ist Jochen Gebhardt mit seiner Fachagentur für Pferdebetriebe, Vereine und Veranstalter „Media-Service-Gebhardt“ ein vielseitiger Dienstleister. Vom Veranstaltungs-Management über die Ausstattung von Festumzügen bis zur Öffentlichkeitsarbeit bietet er alles aus einer Hand an.Seine Liebe zum Pferd entdeckte er bereits als Sechsjähriger. In den Ferien saß er oft auf dem Kutschbock. Mitte der 70er Jahre fing er an, im ländlichen Raum Pferde mit zu bewegen. Er büffelte für den Pferdeführerschein und legte den Kutscherschein ab.Als er zur Wende mit seinem Geschichtsstudium fertig war, fand er in seinem Beruf keine Anstellung. „Also musste ich mir etwas anderes suchen“, so Gebhardt. Da lag es nahe, sein Hobby zum Beruf zu machen. „Ich habe als Angestellter mehrere Jahre bei unterschiedlichen Firmen gearbeitet. Doch 2005 entschloss ich mich, den Weg der Selbstständigkeit zu beschreiten.“,erzählt er. Dabei wird er bei seiner Arbeit immer mehr von seiner Tochter Juliane unterstützt, die sich auf das therapeutische Reiten spezialisieren will.Übrigens waren nicht die Pferde die Auslöser, dass er vor zwei Jahren von Leipzig nach Oelzschau zog, sondern sein Hund. Seine Frau Karola (47) meinte, dass dieser mehr Auslauf brauche.In diesem Jahr wird er bei vielfältigen Veranstaltungen mitmischen, unter anderem beim 34. Löbnitzer Reit- und Springturnier im Juni aber auch in seiner Wahlheimat Oelzschau selbst. Dort gestaltet er den historischen Festumzug zur 775-Jahr-Feier mit. Als Mitglied des Festkomitees hilft er, ein vielfältiges Programm vom 28. und 29. August auf die Beine zu stellen. Dabei wird ein kleines Pferdeschauprogramm natürlich nicht fehlen.

Cornelia Braun

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