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Borna Gebt Feuer: Groitzscher eröffnen mit Salut und Kanonendonner ihr Schützenfest
Region Borna Gebt Feuer: Groitzscher eröffnen mit Salut und Kanonendonner ihr Schützenfest
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16:16 05.06.2017
Groitzsch

Mit Salutschüssen und Kanonendonner eröffnete der Schützenverein 1735/1991 am Sonnabend lautstark sein 25. Schützenfest auf dem Marktplatz. Von dort führte der festliche Umzug mit den Abordnungen befreundeter Vereine auf den Schützenplatz, wo traditionell eine Woche lang gefeiert wird.

Musikalisch gab ein Trio des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr Wintersdorf, angeführt von Leiter Jörg Wernecke, mit Pauke, Trommel, Tamburin und Flöte die Richtung an. „Wir beginnen den Umzug zum dritten Mal in der Mitte der Stadt“, erinnerte Michael Eißner, Kommandant und damit der Vorsitzende des Vereins. Der Schießsport sei eine alte Tradition, die man in Groitzsch bewahren wolle. Die Wurzeln reichten bis zur Gründung der ersten Schützenkompanie 1735 zurück. Mit Druckluft- und Kleinkalibergewehren würden heute olympische Disziplinen angeboten. „Das ist nicht unattraktiv, dennoch mangelt es uns an Nachwuchs“, bedauerte Eißner.

Bürgermeister Maik Kunze (CDU) würdigte das Bemühen der Schützenfreunde um die Feierlichkeiten. „Bevor der Schützenverein die Aufgaben übernommen hat, mussten wir als Stadt alles stemmen. Daher weiß ich, wieviel Fleiß und Arbeit dahintersteckt“, lobte Kunze.

Mit dem Befehl „Gebt Feuer“ ertönten drei Salutschüsse, anschließend knallte die Kanone der Privilegierten Schützengesellschaft aus Rötha. Die zog mit zum Schützenplatz, wo sie von Klaus Schmickler, Eberhard Weber, und Philipp Hannemann erneut mit Böllerpulver und einem Korken gestopft wurde. „Damit es dann richtig rummst“, lachte Schmickler.

Die Teilnahme am Schützenfest ließ sich Horst Vogel nicht nehmen, der mit mehr als 80 Lenzen wie in jedem Jahr gerne die 420 Kilometer Anreise aus seiner neuen Heimat im baden-württembergischen Neckarsulm auf sich genommen hat. „Ich bin Gründungsmitglied, damals zu Zeiten des Bürgermeisters Martin Hipp“, erinnert er sich.

Gerne zu Gast in Groitzsch sind auch die Röthaer, bestätigte Helge Hollstein, Vorsitzender der Privilegierten Schützengesellschaft. „Wir haben kein eigenes Schützenfest, weil wir mit zwanzig Mitgliedern, davon die Hälfte Jugendliche, zu klein sind. Deshalb sind wir viel in der Umgebung unterwegs“, erklärte er. „Immerhin haben wir zwei Trainer für unseren Nachwuchs.“ Um den dürfte ihn Eißner beneiden, der auf den kommenden Sonntag hinweist: Nach dem Kirmesrummel mit Kinderkarussels, Losbude und Auto-Scooter vor der Kulisse von Las Vegas in der Woche jeweils ab 14 Uhr wird dann wieder bei den Kinder- und Jugendsportspielen des Landkreises Leipzig scharf geschossen. Zu denen ist auch nicht im Verein organisierter Nachwuchs von 12 bis 18 Jahren eingeladen. Die Waffen werden gestellt, die Einweisung erfolgt vor Ort.

Spannend verlief das Schießen um den Titel des Schützenkönigs. Unter den Augen seines Vorgängers Dieter Trümpler, Würdenträger von 2007 und 2016, gewann Michel Geiling vor seinem Kommandanten Michael Eißner und seiner Mutter Susanne Geiling. Bürgerschützenkönig wurde Horst Ganzer vor Günter Bollbuck und Jessica Nardello.

Von Gislinde Redepenning

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