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Borna Gedenken an die Völkerschlacht
Region Borna Gedenken an die Völkerschlacht
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15:36 19.05.2015
Der Gedenkstein am ehemaligen Schloss in Rötha verweist auf die historische Rolle, die das Schloss während der Schlacht 1813 hatte. Quelle: Thomas Kube

Ein Konzert, eine Buchpräsentation und ein Gedenkgottesdienst mit internationalen Gästen erinnern an das Geschehen vor 200 Jahren.

Zum Wandelkonzert an beiden Silbermannorgeln lädt der Förderverein Rötha "Gestern. Heute. Morgen" (FV) für Mittwoch (16. Oktober), 18 Uhr, in Rötha ein. Der Stadtorganist von Rotterdam, Geert Bierling, spielt zunächst in der Marienkirche bekannte Werke von Händel. In der Georgenkirche gibt es danach eine Premiere: das Zusammenspiel von Musik und Bild. Malerei des "Goldenen Zeitalters" der Niederlande des 17. Jahrhunderts kann mit den Vivaldis "Die vier Jahreszeiten" erlebt werden. Dieses Orchesterwerk aus der Zeit des Röthaer Orgelbaus hat Bierling für Orgel transkripiert.

Ab 17 Uhr kann die Ausstellung in der Patronatsloge der Marienkirche "Schloss Rötha Hauptquartier zur Völkerschlacht 1813" besichtigt werden. Karten können im Pfarramt Rötha unter Telefon 034206/5 41 09, bei Steinbachs unter 034206/7 21 44 und an der Abendkasse erworben werden.

Am Donnerstag (17. Oktober) präsentiert der FV das neue Buchprojekt "Schloss Rötha - Erinnerung und Vision". Beiträge mehrerer Autoren befassen sich mit dem einstigen Familienbesitz derer von Friesen, berichten von historischen Recherchen und künftigen Plänen. Das Buch wird 17 Uhr in der Georgenkirche zu Rötha vorgestellt.

Höhepunkt des feierlichen Gedenkens wird der Sonnabend (19. Oktober) sein: Zahlreiche Repräsentanten deutscher und europäischer Adelsfamilien, die auf Einladung der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig sowie des FV nach Leipzig und Rötha kommen, werden der Gefallenen und Opfer der Völkerschlacht vor 200 Jahren gedenken. "Wir sind hoch erfreut, dass Nachfahren der 1813 maßgeblich an der Völkerschlacht beteiligten Entscheidungsträger unsere Gäste sein werden, um gemeinsam mit uns der Toten zu gedenken um zugleich ein Zeichen zur Fortführung des europäischen Integrationsprozesses zu setzen", sagt Stephan Seeger, geschäftsführender Vorstand der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land.

Unter Mitwirkung des Thomanerchores wird es in der Georgenkirche ab 10.30 Uhr einen Ökumenischen Gedenkgottesdienst geben. Jochen Bohl, Landesbischof der evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsens wird die Predigt halten. Der Gottesdienst wird live ins Festzelt übertragen - für alle Bürger, die im Gotteshaus keinen Platz finden. Nach dem Gottesdienst ist ein gemeinsames Gedenken am Standort des früheren Schlosses Rötha geplant, in dem während der Völkerschlacht 1813 die gegen Napoleon alliierten Monarchen ihr Hauptquartier aufgeschlagen hatten. Zum Programm dort gehören ein Konzert mit historischen Militärkapellen und die Begegnung mit Fahnenabordnungen militärhistorischer Vereine. Außerdem soll ein Denkmal zur Erinnerung an das Gedenktreffen an die Röthaer Bevölkerung übergeben werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.10.2013

Grätz, Saskia

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