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Gefahr von Hautausschlag

Gefahr von Hautausschlag

Borna. Wer sich dem Witznitzer See in Borna nähert, der sollte aufpassen, dass er nicht mit dem Wasser in Berührung kommt. Eine sprunghafte Vermehrung von Blaualgen in den letzten Wochen würde bei Berührung mit menschlicher Haut für unangenehmen Hautausschlag sorgen, sagte der Leiter der Talsperrenmeisterei Rötha, Axel Bobbe, gestern.

. Wie lange der Zustand andauert, ist noch nicht absehbar.

Es stinkt rund um das Gewässer, das zwar offiziell nicht als Badegewässer gilt, dennoch aber bisweilen genau dazu verlocken könnte. Zumindest derzeit ein Unterfangen, das nicht ungefährlich ist, wie Bobbe betont. Durch die starke Sonneneinstrahlung haben sich die Blaualgen, die es immer im Witznitzer See gibt, sprunghaft vermehrt. Die Folge: Das Wasser schimmert in auffälligem Grün.

„Wenn Menschen mit dem Wasser in Berührung kommen, bekommen sie Hautausschlag", betont der Experte in Sachen Gewässerzustand. Deshalb sollen sämtliche Vereine, die am Witznitzer See Sport treiben, angeschrieben und über die aktuelle Situation des Gewässers ins Bild gesetzt werden. Körperkontakt mit kühlen Nass sollte jedenfalls vermieden werden. Deshalb, so Bobbe weiter, würden auch Hinweisschilder rund um den See aufgestellt.

Wie lange das so bleibt, sei noch unklar. „Das kann in zwei Wochen wieder vorbei sein oder auch erst in einem Monat", sagt Bobbe. Die Blaualgen, so viel ist klar, sterben nach und nach ab. Allerdings sei eine Wiederholung der gegenwärtigen Ereignisse auch in Zukunft immer denkbar. Und sie sind keineswegs eine Besonderheit des nördlichen Bornaer Gewässers. Vor zwei, drei Jahren, so Bobbe, gab es eine vergleichbare Entwicklung am Röthaer See.

Immerhin sei ein massenhaftes Fischsterben durch den Anstieg der Blaualgenzahl im Witznitzer See auszuschließen. „Die Fische weichen in tiefere Wasserregionen aus." In flacheren Gewässern als dem Witznitzer See sei die Gefahr für die Fische dagegen größer. Die Blaualgen haben einen außerordentlich hohen Bedarf an Sauerstoff, weshalb sie den Sauerstoff dem Wasser entziehen und die Fische verenden. So geschehen einst am Auensee im Leipziger Norden.

Baden sollte jedenfalls zumindest derzeit niemand im Witznitzer See. Wer dagegen nur am See entlangspaziert, sagt der Talsperrenmeistereichef, dem passiert nichts.

Nikos Natsidis

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