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Borna Geheimnisvolles in den Pegauer Hinterhöfen und Gewölbekellern
Region Borna Geheimnisvolles in den Pegauer Hinterhöfen und Gewölbekellern
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00:25 09.09.2015
Eine Tafelrunde wie zu Wiprechts Zeiten um 1096 stellt diese Pegauer Freundesgruppe dar, mittendrin Wiprecht mit seiner Frau Judith sowie Gauklern und Mundschenk. Quelle: Kathrin Haase
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Doch die Pegauer sind ein treues Völkchen, und so feierten sie lieber in ihrer guten Stube rund um den Kirchplatz als auf fremdem Tanzboden.

Schon am Freitagabend waren Hunderte Nachtschwärmer auf den Beinen, um in den Kellergewölben und Hinterhöfen der Altstadt Livemusik zu genießen. Volkshaus-Pächter Ralf Opelt hatte den Bad Lausicker Sänger Andy Heinrich auf die Bühne geholt - und damit einen Volltreffer gelandet. Sehnsuchts-Titel von Bruce Springsteen, Keith Urban, Eric Clapton, Bon Jovi und REM kamen in der lauen Sommernacht gut an. "Andy passt mit seinen Songs wunderbar hierher. Nicht zu laut und nicht zu leise, genau die richtige Mischung", bemerkte Opelt, während er sich weiter um den Mutzbraten über dem Feuer kümmerte.

In der Laurentiuskirche wurden ganz andere Töne angeschlagen. Die Liedermacher Manfred Maurenbrecher, Ralph Schüller und Bastian Band erzählten vom Leben und der Liebe, vom Schenken und selbst vom Rüben hacken einst mit dem Großvater. Ein Titel entspann sich nur um das Wörtchen "manchmal", weitere handelten von Tante Margots Teppich oder verhohnepipelten den Modebegriff "No go". Dabei waren die Kirche ordentlich gefüllt und Pfarrer Torsten Reiprich richtig zufrieden.

Den optischen Kontrast bot zu später Stunde die Hexe Ambrosia. Mit floureszierenden Tüchern, Reifen und Kostümen tanzte sie im Laternenschein auf dem Kirchplatz. Die Menge fand Gefallen an ihrem geheimnisvollen Auftritt.

Der Sonnabend war wieder der Tag des Handelns und Trödelns: Fruchtweine aus Meuselwitz, Marmeladen vom "Froschkönig", Keramik von Doreen Neumann aus Elstertrebnitz, Töpferwaren aus Predel, Korbwaren aus Jahnshain, Alpakawolle und Selbstgestricktes von Günter Bollbuck aus Altengroitzsch, Holzkunst von der Arche Pegau sowie Honig, Klosterschmalz und Pesto am Stand der Kirchgemeinde, deren Erlös der Orgelrestaurierung zugutekommt, waren ordentlich gefragt. Erstmals bezog der Verein für Heimatkunde zu Pegau im Hof des Napoleonhauses Quartier und veranstaltete dort einen Antik- und Trödelmarkt, verkaufte Fassbrause, Fettbemmen, Muckefuck und vieles mehr. Weitere Attraktionen waren wie jedes Jahr die Tafelrunde wie zu Wiprechts Zeiten, Ritterkämpfe, Fahrten mit der Drehleiter in luftige Höhen, Kirchenführungen, der historische Stadtrundgang mit Rainer Pleß und und und.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.09.2015
Kathrin Haase

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