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Geithain/Pegau: Viel in Bewegung zum Denkmalstag

Geithain/Pegau: Viel in Bewegung zum Denkmalstag

Geithain/Pegau. Der Tag des offenen Denkmals lockte am Sonntag erneut etliche Menschen an, gestattet er doch einen besonderen Blick in die Geschichte.

. In diesem Jahr stand er unter dem Motto „Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr". Die LVZ mischte sich gestern exemplarisch in Geithain und Wiederau unter die Leute.

Unüberhörbar fuhr Christian Peters gestern Nachmittag mit seinem Motorrad auf den Kirchhof der Marienkirche Geithain/Wickershain, im Beiwagen seine Frau Gabriele. Passend zum Motto des Denkmalstages hatte der Förderverein St. Marienkirche Besitzer alter Maschinen eingeladen, die später auch eine Runde durch die Stadt drehten.

Christian Peters’ Maschine der Marke Indian ist Baujahr 1929 – seines Wissens nach das älteste Motorrad, das im Landkreis Leipzig angemeldet ist. 1971 hat er es aufgebaut und erstmals gefahren. Der Einladung zum Denkmalstag folgte der Wickershainer gern, hat er doch mit anderen Bauleuten einst Treppen und Schiff der Marienkirche mit saniert.

30 Jahre zur Arbeit in der LPG-Werkstatt in Narsdorf pendelte sein Nachbar Siegfried Neuhaus einst mit seinem Motorrad, Baujahr 1958. Nun fährt Sohn Lutz damit, nachdem sie es gemeinsam mit viel Mühe wieder aufgebaut haben.

„Wenn so was ist, bin ich dabei", erklärte auch Lutz Pufahl aus Greifenhain, der seine AWO 425 S, Baujahr 1956, ganz in weiß hergerichtet hat.

Als „Sachzeugnisse der Geschichte" bezeichnete Elvira Kostmann vom Vorstand des Fördervereins die Motorräder. Thomas Arnold, ebenfalls Vorstandsmitglied, erklärte: „Wir haben, wie jedes Jahr, bewusst versucht, dem Motto zu entsprechen." Seine Tochter Dorothee Arnold pilgerte im Mai 2007 insgesamt 330 Kilometer auf dem Jakobsweg – ebenfalls Bewegung. Foto-Impressionen konnten Besucher der Marienkirche zu mittelalterlicher Pilgermusik erleben.

Auch sonst war am Sonntag in Geithain viel in Bewegung – ob bei Vernissage und Flohmarkt in der Stadtbibliothek, bei Führungen durch die Unterirdischen Gänge oder im Heimatmuseum, wo Andreas von Rothenbart Märchen erzählte. „Die Stadt versucht, jedes Jahr zum Denkmalstag einen anderen Höhepunkt zu setzen", erklärte Reinhild Mitschke, Chefin des Geithainer Kultur- und Fremdenverkehrsamtes.

Auch in der Elster-Schnauder-Aue standen am Sonntag  Tore und Türen verschiedener Denkmäler offen. So geschehen in Wiederau. Hier war das bekannte Barockschloss von 10 bis 17 Uhr geöffnet, ebenso die Kirche und die Schmiede. Das 1705 erbaute Barockschloss Wiederau gilt als eins der wertvollsten Einzeldenkmäler in Sachsen. Es wurde durch Johann Sebastian Bach bekannt.Der Komponist hatte 1737 immerhin die Huldigungskantate „Angenehmes Wiederau" geschrieben.

Die Führung übernahmen gestern Mitglieder des „Förderkreises Schloß Wiederau" wie Jürgen Schulze. Er wohnt mit seiner Familie im über 200 Jahre alten östlichen Hofgebäude auf dem weitläufigen Schlossgelände. „Genial die Deckenmalerei und auch die großen Räume", entfuhr es Katja Merseburger im Festsaal. Sie war mit Ronny Wiesner und Rene Müller auf Spurensuche. „Hoffentlich findet sich bald jemand, der das alles erhält, aber dennoch die Tür öffnet", wünscht sich Wiesner. Das Radler-Trio wollte noch zum Wunderbrunnen und die Museumsziegelei aufsuchen.

Stephan Klein (FSW) kam nicht nur wegen des Denkmalstages aus Leipzig. „Ich bin im Förderkreis und der will das Objekt einer sinnvollen Nutzung zuführen", erklärte er. „In puncto Investor sind wir guter Hoffnung." Derzeit gehört das Gebäude der Stadt Pegau.

Inge Engelhardt und Mathias Bierende

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