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Borna Geld, Ernährung, Müll: Bornaer Gymnasium ist ausgezeichnete Verbraucher-Schule
Region Borna Geld, Ernährung, Müll: Bornaer Gymnasium ist ausgezeichnete Verbraucher-Schule
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00:29 17.03.2018
Der Umgang mit Taschengeld gehört zum Lehrplan am Gymnasium am Breiten Teich. Quelle: dpa
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Borna

Das Gymnasium am Breiten Teich in Borna hat innerhalb kürzester Zeit mehrere Auszeichnungen erhalten. Die jüngste gab es erst vor wenigen Tagen in Potsdam. Der Bundesverband der Verbraucherzentrale verlieh der Schule den Titel „Verbraucherschule Silber“. Unter den Schulen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat das Gymnasium damit ein Alleinstellungsmerkmal.

In vier Bereichen haben Schulleitung, Lehrer und Schüler bewiesen, dass sie die Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen im Alltag fördern: nachhaltiger Konsum, Finanzen, Medien und Ernährung. „An sich stehen all diese Themen ohnehin im Lehrplan, entweder im Fachunterricht, über den fächerverbindenden Unterricht oder im Wahlprofil Gesellschaftswissenschaft“, macht Jens Staacke, stellvertretender Schulleiter, deutlich. Der Preis von Seiten der Verbraucherzentrale sei letztlich ein Resultat aus den verschiedenen Projekten, die während der Schulzeit und am Nachmittag angeboten werden.

Datensammlung für Plastikpiraten

Ein Projekt zum Thema Nachhaltigkeit und Globalisierung, mit dem das Gymnasium punkten konnte, war die Teilnahme an „Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!“ – ein Forschungsprozess, bei dem Wissenschaftler und Forscher mit Bürgern Hand in Hand arbeiten und bundesweit Daten zu Kunststoffvorkommen an und in deutschen Fließgewässern erheben.

„Wir waren dafür während des Geographieunterrichts unter anderem an der Pleiße unterwegs, haben Plastikmüll gesammelt und alle Daten an die Plastikpiraten weitergegeben“, erzählt der 17-jährige Markus Barthel, der gemeinsam mit Staacke, Lehrerin Teri Schmidtke und Mitschülerin Sophie Größel in Potsdam zur Preisverleihung war.

Taschengeld und Bankbesuch

Im Bereich Finanzen, Marktgeschehen und Verbraucherrecht hatte die Bornaer Schule ihr Taschengeld-Projekt eingereicht. In der achten Jahrgangsstufe beschäftigen sich die Schüler im gesellschaftswissenschaftlichen Profil mit der Frage: „Geld regiert die Welt – dich auch?“ Über mehrere Schulstunden hinweg stand nach Aussage von Schmidtke der persönliche Umgang mit (Taschen-)Geld, Bedürfnissen, Finanzplanung sowie Vorsorge im Mittelpunkt, darunter ein Besuch bei der Bank und das Aufsetzen eines Taschengeldvertrags.

Datensicherheit und Urheberrecht

Auch was die Medienkompetenz betrifft, will das Gymnasium seine Jugendlichen „zu Experten machen“, wie Schmidtke sagt. Im vergangenen Jahr hatte die Schule zusammen mit der Initiative „erlebe IT“ einen Medienkompetenztag zu dem Thema „Datensicherheit und Urheberrecht“ organisiert. „An dem Tag lernten die Schüler der achten Klassen die verschiedenen Facetten eines sicheren Umgangs mit dem Internet kennen“, erklärt Staacke. Eine Besonderheit dabei sei die Einbeziehung der Eltern gewesen. Zu guter Letzt konnte das Gymnasium auch im Bereich Ernährung und Gesundheit die Jury der Verbraucherzentrale überzeugen – mit einem gesunden Schulfrühstück.

„Wenn es um Verbraucherbildung geht, passiert hier am Gymnasium viel“, macht Barthel deutlich. Notwendig sei nicht zwingend ein Extra-Schulfach, wie es unter anderem in Schleswig-Holstein der Fall sei, sondern dass die verschiedenen Themen in unterschiedlichen Fächern und Projekten im Mittelpunkt stünden. Dennoch seien nicht ausschließlich die Schulen dafür verantwortlich, die Schüler auf das Leben „vor den Schultoren“ vorzubereiten. Die Familien hätten einen wesentlich Anteil daran.

Von Julia Tonne

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