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Borna Geld aus dem Ile-Topf ist verteilt
Region Borna Geld aus dem Ile-Topf ist verteilt
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16:20 19.05.2015
Das Herrenhaus Gestewitz wird derzeit von Kopf bis Fuß saniert. Der neue Eigentümer erhält dafür auch Geld aus dem Ile-Topf. Quelle: Thomas Kube

Diese Zwischenbilanz zog jetzt vor den Mitgliedern des Zweckverbandes Kommunales Forum Südraum Leipzig Annedore Bergfeld vom Institut für Wirtschafts- und Regionalentwicklung Leipzig. Das Institut managt im Auftrag des Kommunalen Forums die Ile-Förderung zwischen Markkleeberg und Regis-Breitingen.

In den Genuss der Förderung kommen Kommunen, Kirchgemeinden und Vereine, aber auch Privatleute, die alte Gemäuer wieder nutzbar machen. So möchte das Architektenehepaar Manuela Friebe und David Knoke in das Herrenhaus in Gestewitz einziehen und es auch zu einem kulturellen Anlaufpunkt entwickeln. Um das schöne Gebäude zu sanieren, beantragte es auch Ile-Geld.

Alles in allem werden in diesem Jahr 18 Vorhaben, darunter sieben private, unterstützt. Das größte Stück des Ile-Kuchens im Südraum fassen dabei erneut die Kommunen ab, die mit einer 70- bis 85-prozentigen Förderung rechnen können, während es bei Privatleuten nur 40 oder 45 Prozent sind. Mit Hilfe des Ile-Geldes saniert Böhlen die Oberfläche der Zehmener Straße, baut Neukieritzsch die Straße des Friedens aus, geht Großpösna die Wiesenstraße, die Straße Am Sportplatz und eine Wegeanbindung an. Auch zur Umsetzung des Beschilderungskonzeptes am Störmthaler See erhält die Gemeinde Großpösna, die in diesem Jahr im Südraum der größte Nutznießer ist, Geld aus dem Ile-Topf. Rötha bekommt eine Förderung für den Schlosspark. Für Sanierungsarbeiten an der Georgenkirche und an der Trageser Kirche haben auch die Kirchgemeinden Rötha und Mölbis das Ile-Programm angezapft. Fast 300 000 Euro fließen dem Verein Lebenswelt Schule zu, der damit die Außenhülle der Christlichen Montessori-Schule in Rüssen-Kleinstorkwitz sanieren und Maßnahmen der Energieeinsparung umsetzen möchte.

Noch immer stehen viele Fragezeichen, wie es nach dem Auslaufen der jetzigen Förderperiode weitergeht. Sachsen wolle ab 2014 alle Regionen ins Leader-Programm nehmen, erklärte Bergfeld, weil hier die Fördersätze höher seien. Das würde für die Leipziger Region, die aufgrund ihres über 90 Prozent liegenden Bruttoinlandproduktes aus der höchsten EU-Förderung herausgefallen ist, einen Ausgleich schaffen. Vermutlich müsse ein Trägerverein gegründet werden, erklärte Bergfeld weiter, in dem das Kommunale Forum dann Mitglied sei. Wie berichtet, wird derzeit auch über die Zusammenlegung der Ile-Regionen Weiße Elster und Südraum Leipzig debattiert. Die Fördertatbestände würden ähnlich bleiben, erläuterte Bergfeld. Geld fließe für die Wirtschaft und für Privatpersonen ebenso wie für Infrastruktur und Tourismus. Vermutlich werde es aber erst ab 2015 wieder Fördermittel geben, so Bergfeld. Zum künftigen Budget gebe es derzeit keine Aussagen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.07.2013

Prenzel, Frank

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