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Borna Geldsegen lässt für Gemeinde Neukieritzsch nach
Region Borna Geldsegen lässt für Gemeinde Neukieritzsch nach
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13:42 04.01.2010
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Neukieritzsch

  Frage: War 2009 für Neukieritzsch ein gutes oder ein schlechtes Jahr? Henry Graichen: Ich denke, es war ein ausgesprochen positives Jahr für die Gemeinde. Wir haben viel umgesetzt. Besonders freut mich, dass zwischen den Lobstädtern und den Neukieritzschern das Verständnis gewachsen ist, dass man zu einer Gemeinde gehört. Dabei ist nach wie vor der berechtigte Stolz auf den jeweiligen Heimatort zu spüren. Was hat Sie 2009 besonders geärgert? Ich bin eigentlich ein Mensch, der positiv denkt. Allerdings ärgert mich, dass die Eingemeindung von Deutzen noch nicht erfolgt ist. Immer wieder treten Probleme auf, die mit der Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Regis-Breitingen und Deutzen zusammenhängen. Dabei wird der Schulzweckverband stets ins Gespräch gebracht. Doch dieser hat nichts mit der Verwaltungsgemeinschaft zu tun. Er ist ein Verband wie der Abwasser- oder Wasserverband. Wann liegt der Neukieritzscher Haushaltsetat vor? Ich gehe davon aus, dass wir unseren Haushalt im Februar beschließen werden. Große Sprünge, so viel steht schon jetzt fest, werden 2010 nicht drin sein. Die Finanzkrise hinterlässt auch in Neukieritzsch ihre Spuren. Die Gewerbesteuer ist gesunken. Wenn wir bisher noch mit zehn Millionen Euro an Gewerbesteuer rechnen konnten, so sind es heute 5,5 Millionen Euro. Für Gemeinden wie Rötha wäre das ein Geldsegen? Dessen sind wir uns bewusst. Allerdings erhalten wir keine Schlüsselzuweisungen. Auch die Umlagen bewegen sich auf dem Niveau von 10 statt 5,5 Millionen Euro. Sind dadurch laufende Vorhaben wie die Mehrzweckhalle gefährdet? Wir würden als Gemeinde schlecht wirtschaften, wenn wir Projekte angehen, bei denen wir nicht wissen, ob und wann das Geld fließt. Die Kosten für die Mehrzweckhalle können wir aus unseren Rücklagen decken. Auch wollen wir weiter an dem Versprechen arbeiten, das wir Großzössen gegeben haben. Das heißt, dass 2010 die Lobstädter Straße grundhaft ausgebaut wird. Die Fördermittelzusage liegt bereits vor. Auch die Zweckverbände Trink- und Abwasser wollen bei diesem Projekt mitziehen. Der Rückbau einiger Gebäude an der Straße ist auch für Januar eingetaktet. Diese Maßnahmen werden spürbar zu einem schöneren Ortsbild für Großzössen beitragen. Wo sehen Sie Neukieritzsch in zehn Jahren? Ich gehe davon aus, dass unsere Gemeinde in zehn Jahren größer ist. Deutzen gehört dann zu Neukieritzsch. Wir besitzen einen touristisch hochwertigen Hainer See. Der westliche Bereich von Neukieritzsch ist erschlossen. So soll unter anderem bis 2013 ein kleiner See in Breunsdorf entstehen. Hinzu kommt, dass Neukieritzsch durch eine neue Bundesstraße südlich umfahren wird. Auch nutzt weiteres Gewerbe die Chance, sich auf unserem Gewerbe- und Industriegebiet anzusiedeln. Damit entstehen weitere Arbeitsplätze in unserer Gemeinde und die Einwohnerzahl kann stetig steigen.  

Cornelia Braun

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