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Borna Gelungene Überraschung
Region Borna Gelungene Überraschung
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17:57 23.09.2010
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. Dazu brachte Fotograf Günther Hunger einen Korb voller Leckereien in die ehemalige Neukieritzscher Mittelschule. Dieser war unter anderem mit Kaffee und frischen Brötchen, Marmelade, Käse, Wurst, Waffeln und Bananen gefüllt. Elvira und Thomas Apitz hatten Korinna Meitz für die LVZ-Frühstücksaktion vorgeschlagen.

 Die Überraschung war gelungen. Beim Blick in den gut gefüllten Frühstückskorb freute sich Korinna Meitz und die die Gruppenleiter Andrea Matthes, Birgit Feist, Dagmar Ott, Christian Steller und Peggy Roß.

„Wir möchten ihnen mit dieser kleinen Geste einmal Danke sagen", so LVZ-Vertriebsberaterin Beate Patzsch. „Danke für die wichtige tägliche Arbeit, die sie hier leisten, für das menschliche Miteinander und den liebevollen Umgang mit den Werkstattgängern."

Elvira und Thomas Apitz hatten Korinna Meitz vom begleitenden Dienst für die Frühstücksaktion unserer Zeitung vorgeschlagen. „Wir sind sehr dankbar, dass unser Sohn Steffen sich vom ersten Tag an hier sehr wohl fühlt", sagte Elvira Apitz. „Ich kenne Steffen, seitdem er ein Praktikum in der Werkstatt für behinderte Menschen in Borna absolvierte", erklärte Meitz. Steffen habe sowohl Sprach- als auch motorische Störungen, schilderte die Mutter. Deshalb sei es für sie besonders wichtig gewesen, dass er eine Tätigkeit findet, die ihm Spaß bereitet. Und diese hat der 24-Jährige in der Küche und in der Hauswirtschaft unter der Regie der guten Seele der Werkstatt für behinderte Menschen, Dagmar Ott, gefunden, kurz Küchenfee genannt.

„Wir haben eine Hauswirtschaftsgruppe aufbauen wollen", erzählte Ott. Erst habe Andreas Hoffmann mit gemacht. Dann kam René Müller dazu und schließlich Steffen Apitz. „Die drei kennen sich bereits aus der Bornaer Förderschule, die sie gemeinsam besucht haben", erzählte die 46-jährige Apitz aus Hainichen. Das habe Steffen in der Eingewöhnungsphase geholfen, erklärte Meitz. „Die Montage, die Verpackung oder die Gartenarbeit lagen ihm nicht so", erzählte die Sozialpädagogin, die in Leipzig ihren Magister der Erziehungswissenschaften absolviert hatte.bevor sie vor 14 Jahren in der Werkstatt für behinderte Menschen in Borna ihre Arbeit aufnahm.

Leider konnten die Gruppenleiter nicht gleich von den frischen Brötchen dem Kaffee, Schwarzwälder Schinken, dem Käse und der Marmelade kosten. „Aber morgen organisieren wir das. Wir müssen heute in die Gruppen", sagte Meitz. Doch einen Blick in die druckfrische Tageszeitung warf sie schon einmal.

Gegenwärtig besuchen 38 Werkstattgänger die Einrichtung, die in der Montage, der Verpackung, der Hauswirtschaft, der Kerzenherstellung oder der Seifenproduktion beschäftigt sind. Im Mai nächsten Jahres werden diese Arbeitsbereiche jedoch nach Borna verlagert. „Ich freue mich auf Borna", sagte Steffen Apitz. „Wir haben extra unseren Urlaub verlegt, damit er bei der Eröffnung der neuen Werkstatt dabei ist", erzählte Elvira Apitz. „Wir werden dafür Sorgen, dass die Hauswirtschaftsgruppe unter Frau Ott erhalten bleibt", sagte Meitz abschließend, die weiß, wie schwer es dem Jungen fällt, sich eigentlich auf Neues einzustellen.

Cornelia Braun

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