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Gemeinde Neukieritzsch kauft verfallenes Bauerngut

Gemeinde Neukieritzsch kauft verfallenes Bauerngut

Neben den Bemühungen um das Areal des Schlosses in Lobstädt, will die Gemeindeverwaltung Neukieritzsch in dem Ortsteil einen weiteren städtebaulichen Missstand beseitigen.

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Die Gemeinde Neukieritzsch will das verfallene Bauerngut in der Kirchstraße in Lobstädt abreißen lassen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Neukieritzsch/Lobstädt. Das könnte sogar noch schneller gelingen als beim Schloss, für das jetzt mit Unterstützung der Stiftung "Lebendige Gemeinde Neukieritzsch" zunächst eine Konzeption erarbeitet werden soll (die LVZ berichtete).

Aktuell geht es um das Grundstück in der Kirchstraße 17. Das einstige landwirtschaftliche Gut ist seit 15 Jahren ungenutzt, die Gebäude sind teilweise schon eingestürzt. Bürgermeister Henry Graichen (CDU) spricht von einem "städtebaulichen Missstand" und fügt hinzu: "Es stellt nicht nur einen unattraktiven Anblick, sondern auch eine Gefahr für benachbarte Grundstücke dar."

Nach offenbar schon länger andauernden Bemühungen und Verhandlungen gelang der Gemeinde jetzt der Kauf des Grundstückes, nachdem man sich mit dem Eigentümer auf einen Vertrag verständigen konnte. Problematisch an dem Kauf seien die hohen Grundschulden gewesen, die das Anwesen belasteten. Sie lagen laut Graichen bei insgesamt 95 341 Euro. "Die Verhandlungen zur Ablösung dieser Grundschulden konnten nunmehr zu einem positiven Ergebnis geführt werden", berichtet der Bürgermeister. Sie werden durch den Kaufpreis abgelöst.

Die Gemeinde Neukieritzsch will die Gebäude auf dem Grundstück in Lobstädt noch in diesem Jahr abreißen lassen und plant auf dem Areal "eine städtebauliche Entwicklung". Was konkret dort geschehen soll, sei noch in der Diskussion sagt der Bürgermeister. Nach dessen Ansicht handele es sich grundsätzlich um ein Grundstück in einer attraktiven Lage mit Entwicklungsmöglichkeiten. Die 3658 Quadratmeter große Fläche ist zudem von zwei Seiten erschlossen, von der Kirchstraße und von der Mühlgasse.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.02.2014
Neumann, André

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