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Borna Gemeinde verkauft Fläche im Rittergutspark in Kahnsdorf nicht
Region Borna Gemeinde verkauft Fläche im Rittergutspark in Kahnsdorf nicht
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17:08 27.02.2019
Den bewaldeten Rittergutspark in Kahnsdorf (hier vom Hainer See aus gesehen) will die Gemeinde Neukieritzsch als Ganzes in kommunaler Hand behalten. Quelle: André Neumann
Neukieritzsch/Kahnsdorf

Neukieritzsch will den Rittergutspark in Kahnsdorf als Ganzes in kommunaler Hand behalten. Eine Familie in Kahnsdorf darf deswegen ein von ihr gepachtetes städtisches Grundstück am Rande des Parkes nach wie vor nicht kaufen. Der Gemeinderat beschloss auf seiner jüngsten Sitzung zum wiederholten Mal, die knapp 1000 Quadratmeter große Fläche nicht zu veräußern.

Das Grundstück, das sich nördlich des Rittergutes befindet, wird als Gartenland genutzt. Die Pächter hatten laut Stadtverwaltung schon 2011, 2012 und 2013 Kaufabsichten geäußert. Der Gemeinderat hatte den Verkauf schon damals immer abgelehnt.

Flurstück ist Teil einer zusammenhängenden Fläche in Kahnsdorf

Die Begründung war, dass das Flurstück Teil einer zusammenhängenden Fläche gemeindeeigener Grundstücke rund um den denkmalgeschützten Rittergutspark ist und man einer Entwicklung dort nicht durch einen einzelnen Grundstücksverkauf vorgreifen wolle.

Jetzt haben die Pächter erneut einen Kaufantrag gestellt. Und wieder empfahl die Verwaltung dem Gemeinderat wegen der unveränderten Grundstückssituation eine „sensible Bewertung“.

Bauamtsleiter René Hertzsch: Flurstück grenzt an Sportplatz

Bauamtsleiter René Hertzsch machte zudem darauf aufmerksam, dass das Grundstück dicht an den ehemaligen Sportplatz grenze, der als Festplatz genutzt werde. Auch deshalb empfehle die Gemeinde, bei der bisherigen Haltung zu bleiben.

Das sahen auch mehrere Gemeinderäte so. Eckhard Landgraf (Freie Wähler/Sport) unterstützte den Ansatz, eine Entwicklung des gesamten Areals anzustreben und abzuwarten. Er äußerte zudem die Befürchtung, hinter der Kaufabsicht könne der Wunsch stehen, ein Grundstück für Wochenendhäuser in Seenähe zu bekommen. Hertzsch sagte dazu, solche Interessenlagen gebe es in Kahnsdorf häufig.

Seitens der Gemeinde gibt es für den Rittergutspark noch keine belastbaren Vorstellungen für eine Entwicklung. Daher, so der Bauamtsleiter, könnten die Pächter das Grundstück auch noch längere Zeit nutzen. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig gegen den Verkauf aus.

Von André Neumann

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