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Gemeindeamt in Borna wird saniert und erhält einen Anbau

Evangelische Kirchgemeinde St. Marien Gemeindeamt in Borna wird saniert und erhält einen Anbau

Die Bauarbeiten am Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen St.-Marien-Kirchgemeinde in Borna haben begonnen. Das alte Haus wird rundum saniert, im früheren Hinterhof entsteht ein Anbau, der zukünftig den Gemeinderaum beherbergen soll. Die Kosten liegen im hohen sechsstelligen Bereich.

Egon Halupka von der gleichnamigen Tiefbau-Firma bricht das Mauerwerk im Erdgeschoss heraus. Hier werden Türen zu den sanitären Einrichtungen eingebaut.

Quelle: Julia Tonne

Borna. Vom Gemeindeamt der evangelisch-lutherischen St.-Marien-Kirchgemeinde in Borna steht derzeit nur noch das Mauerwerk. Und auch das nur mit viel Aufwand, denn die Hohlräume, die bei der jetzt beginnenden Sanierung zum Vorschein kommen, sind zum Teil unerwartet groß. Für Bauleiter und Mitglied des Kirchenvorstands Jürgen Schmidt war das trotz seiner langjährigen Erfahrungen auf dem Gebiet eine Überraschung.

Die Bauarbeiten laufen derzeit auf Hochtouren. Das mehrere Jahrhunderte alte Gebäude wurde vorab vollständig entkernt. „Der Fußboden musste komplett raus – und zwar mehrere Zentimeter tief“, sagt Schmidt. Dieser sei nicht nur morsch, sondern auch ziemlich nass und faulig gewesen. Mit dem Mauerwerk allerdings hatten Firmen und Bauleiter mehr zu kämpfen. Denn stellenweise kam gar die Decke runter. „1,5 Tonnen Verpressmörtel haben wir in das Mauerwerk gefüllt, um wieder Stabilität in das Gebäude zu kriegen“, erklärt Schmidt. Auch die alten Versorgungsleitungen fielen den Baufirmen zum Opfer und wurden neu verlegt. Eine neue Heizung und Elektroinstallation stehen ebenfalls noch auf der Sanierungsagenda.

Während im Pfarramt dieser Tage der Fußboden erneuert und aufgebaut wird, um Barrierefreiheit im Erdgeschoss zu schaffen, geben sich auch draußen die Bauarbeiter die Klinke in die Hand. Mit der Sanierung des jetzigen Gemeindehauses geht die Errichtung eines Anbaus einher, der bündig an das Haus mit den Pfarrwohnungen und an die Mediothek anschließt.

Der Anbau soll zukünftig eine Küche und den Gemeinderaum beherbergen und damit die Kapazitäten deutlich erhöhen. 90 Besucher finden hier laut Bauleiter Platz. Hinter dem Anbau bleibt ein Grünstreifen erhalten, der als Terrasse dienen kann und über zwei großzügige Türen erreichbar sein wird. „Vom Raum aus hat man dann einen schönen Blick auf die Stadtmauer, die angestrahlt werden soll“, macht Schmidt deutlich. Die Nutzung des Gemeinderaumes bleibt aber nicht allein der Kirchgemeinde vorbehalten, dieser ist auch für Familien- oder Firmenfeiern zu mieten, „denn tragen muss sich der Anbau ja“. Schmidt geht davon aus, mit dem Anbau zudem auch den Supturstandort von Grimma nach Borna holen zu können. Kantorei und Posaunenchor sollen ebenfalls im Anbau mehr Platz für Proben und Zusammenkünfte finden.

Im alten Gemeindeamt werden nach Abschluss der Baumaßnahmen sowohl die Friedhofsverwaltung als auch das Pfarramt wieder ihr Domizil erhalten. Letzteres ist derzeit in der Sakristei unter beengten Bedingungen untergebracht, die Kinder- und Jugendarbeit findet dieser Wochen in der Lutherstube statt. Schmidt rechnet damit, dass die Sanierung bis Ende des Jahres abgeschlossen sein wird, so dass alle Gruppen und Ämter danach wieder umziehen können. Wobei Pfarramt und Friedhofsverwaltung unten bleiben und die Familienarbeit im Obergeschoss heimisch wird. Der Anbau soll bis Sommer nächsten Jahres stehen.

Die Kosten sowohl für die Instandsetzung als auch für den Anbau – beides wird von der Architektin Anke Kerscher betreut – liegen „im hohen sechsstelligen Bereich“. Laut Schmidt sei die Finanzierung gesichert, Unterstützung kommt unter anderem von der Landeskirche und vom Regionalkirchenamt. Auch die Schwesternkirchgemeinde aus Lobstädt und Neukieritzsch greift der Bornaer Gemeinde unter die Arme. Um weitere Fördermittel zu erhalten, muss die St.-Marien-Gemeinde zudem eigene Spenden aufbringen. „23 000 sind von unserer Seite erforderlich, derzeit haben wir etwa 10 500 Euro zusammen“, sagt Schmidt. Er sei guten Mutes, auch den restlichen Betrag noch einsammeln zu können.

Dass der Baufortschritt so schnell vonstatten geht, verdankt der Bauleiter nicht nur den beteiligten Firmen, sondern vor allem dem Ordnungsamt der Stadt. „Ob sich Schwertransporte kurzfristig ankündigen oder Straßensperrungen notwendig sind – die Zusammenarbeit klappt völlig unkompliziert.“ Auch die benachbarte Mediothek spielt mit, wenn es darum geht, vom Parkplatz aus über die Stadtmauer Materialien zu heben, denn oft ist die Anlieferung vom Martin-Luther-Platz aus schwierig und nicht realisierbar. So schwebte bereits die Dachkonstruktion für das Gemeindehaus über die Mauer hinweg und landete sanft an vorgesehener Stelle.

Von Julia Tonne

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