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Gemeinden des Landkreises bringen Weihnachtsgeschichte in die Kirchen

Krippenspiele Gemeinden des Landkreises bringen Weihnachtsgeschichte in die Kirchen

Die Weihnachtsgeschichte kann man auf unterschiedliche Weise erzählen. In vielen Kirchgemeinden des Landkreises bringen Kinder und Erwachsene die Geschichte zur Geburt Jesu auch in diesem Jahr als Krippenspiele in die Kirchen. Wir waren bei drei Generalproben dabei und haben ganz unterschiedliche Darbietungen erlebt – von modern bis klassisch.

30 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben am Krippenspiel in der Kirchgemeinde Zweenfurth mitgewirkt.

Quelle: Frank Schmidt

Muldental. Was schon vor hunderten von Jahren die Menschheit umtrieb, ist heute aktueller denn je – Vertreibung und Flucht sowie Integration und Nächstenliebe. Und gerade in der Weihnachtszeit flammt die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit sowie Friede und Eintracht unter den Menschen besonders stark auf. Mehr noch wird dieses innige und für noch zu viele Menschen auf dieser Welt schmerzliche Verlangen am heutigen Heiligen Abend zur Fackel, die den ganzen Globus erhellen soll. Deutliches Symbol dafür sind die heute überall konfessionsübergreifend zelebrierten Krippenspiele in den Kirchen und christlichen Gemeinden als Einstimmung auf ein friedvolles und besinnliches Weihnachtsfest.

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In vielen Kirchgemeinden des Landkreises Leipzig haben Laiendarsteller das Krippenspiel einstudiert. Die teils unterschiedlichen Interpretationen – von klassisch bis modern – werden an den Weihnachtsfeiertagen in vielen Kirchen zu sehen sein. Wir waren bei Generalproben in Grimma, Zweenfurth und Geithain dabei.

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Doch es gibt deutliche Unterschiede in den Inszenierungen dieser Weihnachtsgeschichte. Von traditionell und klassisch bis modern geht es dann auf den Bühnen in den Altarräumen der Gotteshäuser zu. Einzig die Hauptrollen sind mit Maria und Josef überall gleich fester Bestandteil. Und auch an deren Wunsch nach Schutz und Sicherheit für sich und das zu erwartende Kind wird dramaturgisch nicht gerüttelt. In vielen Gemeinden denkt man sich dazu eine Geschichte aus. Und das nicht nur für Kinder, wie es lange Jahre in Trebsen mit dem „Krippenspiel von und für Erwachsene“ Tradition war. Andere Gemeinden bedienen sich jener Inszenierungen, die von den Landeskirchen vorgeschlagen werden, so wie es in Großbardau mit dem Stück „Flucht“ einstudiert wurde. „Das spielt im Zweiten Weltkrieg, wo sich Maria und Josef verstecken müssen, um nicht in die Fänge der Nazis zu kommen“, erklärt Sebastian Bachran als einer der Hauptdarsteller. Aber auch bei dieser Version dürfen die Hauptfiguren Maria und Josef nicht fehlen. „Sie gehören einfach zur Weihnachtsgeschichte dazu“, beharrt Liv Wilhelmsen als die Maria darauf.

Ganz traditionell wird das Krippenspiel in der Kirche Zweenfurth aufgeführt. „Die klassische Weihnachtsgeschichte hat bei uns eine lange Tradition, mit dem Ergebnis, dass die ohnehin relativ kleine Kirche am Heilgen Abend nicht mehr genügend Platz für alle Besucher bietet“, erzählt Matthias Vogtmann als einer der Organisatoren. Deshalb habe man sich entschlossen, zusätzlich am 4. Advent dieses Krippenspiel als öffentliche Generalprobe aufzuführen. Und schon dafür muss alles bis ins Detail stimmig sein. Damit es auch optisch authentisch ist, sind dank privater Kontakte einige der Kostüme in Syrien genäht und diverse Requisiten in Damaskus und im Jemen gekauft worden. Warum, erkläre sich mit der „Sehnsucht nach der traditionellen Weihnachtsgeschichte“, weiß Vogtmann. Und seine Frau Gundhild Vogtmann führt nicht nur Regie, sie möchte den am Krippenspiel beteiligten jungen Menschen zwischen acht und 18 Jahren eine Botschaft mit auf den Weg geben. „Wir verwenden für unser Stück nur biblische Texte, die zwar sehr alt sind, aber an Aktualität nichts verloren haben und auch immer gültig sein werden.“ Mit ihren Hauptrollen Maria und Josef können sich Elena Liebert und Marius Bergner nicht nur schauspielerisch, sondern auch mental identifizieren, versichern beide Laiendarsteller. Was auch für Franka Rübsamen als einer der sechs Hirten wichtig sei, zum Ensemble gehören zu dürfen. „Für mich gehört das Proben und Mitspielen genau so zur Weihnachtszeit, wie für andere vielleicht das Backen von Plätzchen“, sagt die 14-Jährige. Augenzwinkernd gesteht Leonard Pötzsch ein, dass für ihn das Krippenspiel gewissermaßen das „Warm-up auf den Heiligen Abend mit gutem Essen und vielen Geschenken“ ist.

Von Frank Schmidt

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