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Geocacher bergen 20 Kubikmeter Müll aus dem Wald

Geocacher bergen 20 Kubikmeter Müll aus dem Wald

"Gefühlt nimmt das illegale Ablagern von Müll im Wald weiter zu". Das sagt Christoph Seifert, Revierleiter Leipzig-Süd beim Staatsbetrieb Sachsenforst. In dessen Zuständigkeitsbereich liegt auch die Haselbacher Kippe.

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Jede Menge Müll liegt im Wald: Geocacher holten dieser Tage 20 Kubikmeter Unrat aus einem Waldstück bei Regis.

Quelle: Privat

Regis-Breitingen. Seifert weiß sehr gut, was hier alles in der Landschaft liegt. Deswegen freute er sich jetzt über das Angebot einer Gruppe von Geocachern, aus dem Waldstück bei Regis-Breitingen herauszuholen, was dort nicht hingehört. Geocacher suchen in ihrer Freizeit mit GPS-Daten nach versteckten kleinen Schätzen, sind also selbst gern in der Natur unterwegs. Im vorigen Jahr hatte die Gruppe bei einer ähnlichen Aktion im Fürstenholz zwischen Borna und Bad Lausick aufgeräumt. Die können zupacken, weiß Christoph Seifert daher und sagt: "Mit den Geocachern macht eine solche Aktion viel Freude."

Wenn angesichts eines 20-Kubikmeter-Containers, der an einem einzigen Vormittag in nur drei Stunden voll wurde, von Freude überhaupt die Rede sein kann. 19 Erwachsene, fünf Kinder und der Revierförster zogen mit Dutzenden Müllbeuteln und einem Autoanhänger los und sammelten alles ein, was gewissenlose Zeitgenossen im Wald zurückgelassen hatten: Grünabfälle und Bauschutt, Autoreifen, ganze Kinderwagen, Windeln, und eine Menge Möbel aus ausgeräumten Küchen, Schlaf- und Wohnzimmern. Sogar Gummiketten von einem Minibagger lagen im Wald.

Die meisten Abfälle liegen direkt an den Einfahrten von in den Wald hinein führenden Wegen, hat Seifert beobachtet. Umweltvandalen machen sich offenbar nicht viel Mühe. Normalerweise ist das Landratsamt für die Entsorgung von illegalem Müll zuständig, sagt Seifert, und fügt hinzu: "Wo wir können, unterstützen wir diesen."

Neben dem Haus- und Sperrmüll, der den Wald verunstaltet, stellen auch Grünabfälle ein Problem dar. Das, bedauert Seifert, "ist in den Köpfen der Menschen leider noch nicht so ganz angekommen." Garten- und Grünabfälle können nämlich so genannte Neophyten einschleppen, also Pflanzen, die in unserer Region nicht heimisch sind und hier auch nicht hingehören, schlimmstenfalls der einheimischen Vegetation schaden. Seifert nennt als Beispiele Bärenklau, Springkräuter, Giftsumach und Staudenknöterich. Die können durch Samen in den Abfällen Fuß fassen oder wie beim Knöterich durch das Anwachsen von Pflanzenteilen. Und abgesehen davon, dass Grünabfälle am Waldrand nicht schön aussehen, befinden sich meist auch noch Blumentöpfe oder andere Dinge darin.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.06.2015
André Neumann

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