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Geplante Sanierung des Bornaer Vereinshauses passt nicht allen Räten

Stadtratssitzung Geplante Sanierung des Bornaer Vereinshauses passt nicht allen Räten

Um die mögliche Sanierung des Vereinshauses in der Schulstraße ist im Bornaer Stadtrat eine hitzige Diskussion entbrannt. Dass die Stadtverwaltung das Gebäude auf die Maßnahmenliste für den Fördermittel-Topf „Stadtumbau-Ost“ gesetzt hat, passt nicht allen. Die Gegner sehen Eigen- und Fördermittel lieber an der Grundschule West.

Darüber, ob das Vereinshaus in der Schulstraße auf die Liste für das Stadtumbau-Ost-Programm gehört, streiten sich die Bornaer Räte.

Quelle: Andreas Döring

Borna. Um die mögliche Sanierung des Vereinshauses in der Schulstraße ist im Bornaer Stadtrat eine hitzige Diskussion entbrannt. Dass die Stadtverwaltung das Gebäude auf die Maßnahmenliste für den Fördermittel-Topf „Stadtumbau-Ost“ gesetzt hat, passt nicht allen. Dennoch hat das Gremium mehrheitlich die Liste abgesegnet.

Laut dieser würde die Sanierung des Vereinshauses in den kommenden Jahren mit insgesamt 1,3 Millionen Euro zu Buche schlagen, ein Großteil der Summe könnte über Fördermittel aus dem Stadtumbau-Ost angegliederten Programmteil „Östliche Innenstadt“ abgedeckt werden. Maic Staudacher, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Bürger für Borna (BfB), konnte dem Vorhaben dennoch nicht viel abgewinnen. „Wir kriegen immer wieder neue Listen mit Maßnahmen, da muss es doch möglich sein, einzelne Punkte von diesen Listen zu streichen“, machte er deutlich. Staudacher machte keinen Hehl daraus, dass er explizit das Vereinshaus in der Schulstraße meinte, das er gerne gestrichen sehen will – zugunsten des Neubaus einer Sporthalle an der Grundschule Borna-West und der Sanierung der Schule. „Die rund 780 000 Euro an Eigenmitteln, die die Stadt für das Gebäude aufbringen müsste, sollten eher nach West fließen“, forderte er.

In die gleiche Kerbe schlug während der Stadtratssitzung in der Vorwoche auch Staudachers BfB-Fraktionskollege Bernd Schröter, der ebenfalls keinen Grund dafür sieht, das Vereinshaus auf der Liste zu belassen. Für Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Die Linke) kaum nachvollziehbar, wie sie zugab. „Das Objekt ist dringend notwendig, der Bedarf in dem Wohngebiet immens“, betonte sie. Untergebracht seien hier neben der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiative Leipzig auch das Freizeitzentrum der Kindervereinigung Leipzig. „Und ich kann mich nicht erinnern, dass 26 Stadträte das Vereinshaus nicht wollten.“

Für Lutz Lettau und Peter Finke (beide Linken-Fraktion) waren Staudachers und Schröters Ausführungen ein Unding. „Wir reden hier von Borna-Ost, wenn wir hier die Vereinsarbeit blockieren, ist das Sprengstoff“, erklärte Lettau. Finke zeigte sich verwundert, dass die BfB-Fraktion nicht gleich offen zugegeben habe, „dass Ihr gegen die Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiative seid“. Sebastian Stieler (CDU) mahnte, dass die Linken-Fraktion mit ihren Aussagen nicht gleich ein ganzes Stadtviertel verunglimpfen dürfe. Zudem stellt er die Frage in den Raum, wie denn das Gremium die Liste für das Förderprogramm absegnen solle, wenn der Haushalt noch gar nicht beschlossen sei.

Die Rathauschefin erläuterte, dass der noch zu beschließende Haushalt die nächsten zwei Jahre beinhalte, das Förderprogramm fünf Jahre. „Kleinere Änderungen dieser Listen sind sicherlich möglich, um uns Handlungsfelder offen zu halten. Aber wir können doch nicht jedes Mal dem Fördermittelgeber komplett neue Listen vorlegen“, sagte sie. Zudem sei eben die jetzt zu beratende Liste bereits im Juni vergangenen Jahres beraten und auch beschlossen worden. Zwar gab es schon damals Diskussionen mit gleichem Inhalt, doch letztlich gaben die Stadträte mehrheitlich grünes Licht. So auch jetzt. Mit den Gegenstimmen der BfB stimmte das Gremium der Maßnahmenliste für den „Stadtumbau Ost“ zu. Inklusive des Vereinshauses.

Von Julia Tonne

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