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Borna Geräusche, mit denen es sich leben lässt
Region Borna Geräusche, mit denen es sich leben lässt
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13:53 19.05.2015
Die Autobahn 72 bei Neukirchen, die vor einem guten Jahr bis Borna verlängert wurde, ist am Wochenende nur mäßig befahren. Fotos (3): Nicole Rathge-Scholz Quelle: NicoleRathgeScholz

Die LVZ wollte wissen, ob diese Hoffnungen berechtigt waren.

Rolf Seidel, Kleingärtner bei den "Siedlerfreunden" in Neukirchen, konnte die neue Autobahn vor Jahresfrist zwar hören, empfand das aber nicht als störend. Auch zwölf Monate später hat sich an seinen Erfahrungen nichts geändert. "In unserem Garten ist es nach wie vor ruhig. Man hört die Züge, die hinter der Gartenanlage vorbeifahren, wesentlich mehr als die Fahrzeuge auf der Autobahn." Durch den aufgeschütteten Damm würden die Geräusche verringert. "Lediglich in Richtung Frohburg wird es lauter, weil der Damm dort wieder etwas abfällt", erklärt der Kleingärtner, der die neue Autobahn auch selbst schon genutzt hat. "Die direkte Anschlussstelle in Zedtlitz ist natürlich prima", so der 86 Jährige. Von der B 95 sei wesentlich mehr zu hören.

Der Zedtlitzer Steffen Pyrdek, der seit 2012 unmittelbar an der B 95 wohnt, erklärt, dass es ist zwar etwas besser geworden ist, was die Befahrung der B95 angeht, aber nicht sehr wesentlich". Er ist Kraftfahrer und weiß, wie sich vor allem Lastwagen auf den Straßen verhalten. "Das Problem ist, dass es in Frohburg keine Abfahrt gibt, so dass alle Zulieferer lieber gleich auf der Bundesstraße bleiben." Das dauere zwar etwas länger, aber die Strecke sei kürzer. Zudem gebe es an der B 95 einige Imbisse und Toiletten für die Kraftfahrer. "Das ist gib es auf der Autobahn bis Chemnitz kaum." Immerhin. Pyrdek nimmt in seinem Häuschen von der Autobahn war lediglich ein Rauschen wahr. "Nicht gerade leise, aber wir können damit leben."

Die Gartenfreunde im Verein "Sommerfreude" in Bubendorf empfinden die Autobahn auch ein Jahr nach ihrer Freigabe nicht als störend. "Da unsere Sparte schon seit jeher von der B 95 und den Bahngleisen eingeschlossen ist, fällt der Geräuschpegel der Autobahn nicht ins Gewicht. Und uns stört es auch nicht, ganz im Gegenteil, wir haben sogar einen weiteren Garten verpachtet", sagt die Geithainerin Angelika Wanders. Auch ihr Sohn Markus Wilms hat sich in der Anlage nieder gelassen. "Ich bekomme den Straßenlärm gar nicht mit. Das einzige, was wir von der Autobahn hören, ist ein "Schschsch", aber das war es auch schon." Vereinschefin Diana Thiele sieht es genauso. "Seit Eröffnung der A 72 vor einem Jahr hat sich nichts geändert. Auf der B 95 fahren immer noch fast genau so viele Lastwagen wie vorher. Aber wie soll es auch anders sein. Die Zubringer nach Frohburg und Dolsenhain müssen hier entlang, weil es keine direkte Auffahrt gibt." Das werde sich auch in den kommenden Jahren nicht ändern", glaubt sie. Die Autobahn werde relativ spärlich befahren, was sicherlich daran liege, dass die Strecke zwischen Borna und der nächsten Abfahrt Geithain für Anwohner und Zulieferer, die in Orte dazwischen wollen, einfach zu lang ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.08.2014
Nicole Rathge-Scholz

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