Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Geschäftsführerin des Kulturhauses Böhlen fordert mehr Personal
Region Borna Geschäftsführerin des Kulturhauses Böhlen fordert mehr Personal
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:07 15.03.2018
Im Kulturhaus Böhlen wird ab 2018 zusätzliches Personal benötigt. Quelle: Jens Paul Taubert
Anzeige
Böhlen

Die Geschäftsführerin der Kulturbetriebs GmbH Böhlen, Christiane Fuhrmann, hat bei der vergangenen Sitzung des Stadtrates am Donnerstagabend zusätzliches Personal für das Kulturhaus gefordert. Hintergrund des Anliegens ist vor allem die Umsetzung der Förderbedingungen des Kulturraumes Leipziger Raum. Bisher hat das Kulturhaus als Institution Fördergelder bekommen, Anfang 2017 wurde auf projektbezogene Förderung umgestellt. Die Konsequenzen sind umfangreich.

„Der Personalaufwand ist immens gestiegen in Hinblick auf die Organisation, Durchführung und Nachbereitung der Veranstaltungen“, machte Fuhrmann deutlich. Denn mit den Förderbedingungen gingen komplizierte Vertragsgestaltungen, umfassende und detaillierte Kalkulationen genauso einher wie ein erhöhter Arbeitsaufwand. So erfolge die Betreuung der Veranstaltungen komplett in Eigenregie, ebenso die Künstlerbetreuung.

Das alles bedeute wiederum einen höheren Kostenaufwand, auch unter anderem durch die Erstellung von Werbematerialien sowie zusätzliche technische Ausstattung. Aus der Umstellung resultiere zudem, dass die Kulturbetriebs GmbH für alle Projekte, die vom Kulturraum gefördert werden, das umfängliche und vollständige unternehmerische Risiko übernehme.

Derzeit gehören fünf Kräfte zum Team des Kulturhauses, davon haben drei eine volle Stelle. Demgegenüber stehen 270 Veranstaltungen in diesem Jahr (davon waren 64 förderfähig) zuzüglich 50 Proben des Leipziger Symphonieorchesters, die ja auch personell abgedeckt werden müssten. „Die Besucherzahlen haben sich in den vergangenen Jahren bei etwa 53 000 eingepegelt“, so Fuhrmann weiter.

Ihr Fazit: Zwar sei die Umstellung auf die Projektförderung gelungen und das Veranstaltungsrepertoire kontinuierlich ausgeweitet worden, allerdings sei im gleichen Atemzug die Herausforderung gewachsen, mit dem vorhandenen Personal alle Veranstaltungen durchzuführen und das Kulturhaus zu bewirtschaften.

„Die Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes, des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit sind derzeit nur mit größter Anstrengung einzuhalten“, erklärte Fuhrmann den Stadträten. Deshalb bestehe der dringende Bedarf nach zusätzlichem Personal ab dem kommenden Jahr. Zumal die Geschäftsführerin 2018 nicht nur mehr Projekte für die Förderung beantragen, sondern auch die künstlerische Bildung für Kinder und Jugendliche erweitern will. Ein anderer Schwerpunkt, der für Fuhrmann im Fokus steht, ist der Ausbau des Kulturhauses zur Seminar- und Tagungsstätte.

Es ist davon auszugehen, dass der Stadtrat sich im anschließenden nicht-öffentlichen Teil der Sitzung noch einmal mit dem Thema beschäftigt hat. Anfang 2018 dürfte dann feststehen, ob Fuhrmanns Bemühungen Früchte tragen.

Von Julia Tonne

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ungewöhnlicher Besuch beim Kinder- und Jugendparlament (Kijupa) in Borna. Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch war Gast der 21. Sitzung des Gremiums, um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und sich über deren Arbeit und Mitwirken zu informieren. Ihr Resultat: das Kijupa ist ein Vorzeige-Parlament.

01.12.2017

Diskussion im Bornaer Stadtrat: Dabei ging es um die Kündigung des Mietvertrages für das Obergeschoss in der Schulstraße 19 in Borna. Dort sorgt die Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiative Leipzig für die Betreung von Obdachlosen und versorgt sie mit Essen. Der Verein, der auch das Erdgeschoss nutzt, soll die Etage bis zum 2. April räumen.

04.12.2017

Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Palm Springs (USA) ist doch nicht alles. Die Groitzscher Spielleute haben sich sogar den dritten Rang im Marschwettbewerb geholt. Auch ihre Drumshow Schwarz-Weiss und Stabführer Florian Krumbholz waren erfolgreich.

01.12.2017
Anzeige