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Borna Geschichtsverein unterstützt seit 25 Jahren Bornaer Museum
Region Borna Geschichtsverein unterstützt seit 25 Jahren Bornaer Museum
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07:00 23.11.2016
Im vorigen Jahr finanzierte der Geschichtsverein die Anschaffung von alten Akten aus Zöpen. Quelle: Stadt Borna
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Borna

Seit einem Vierteljahrhundert unterstützen ehrenamtliche Frauen und Männer das Bornaer MuseumJetzt hat der Geschichtsverein Borna im Bürgerhaus „Goldener Stern“ gemeinsam mit zahlreichen Gästen seinen 25. Geburtstag gefeiert. Der heutige Geschichtsverein war am 29. Oktober 1991 als Förderverein des Museums der Stadt Borna gegründet worden. Bis heute unterstützen seine Mitglieder das Museum und dessen Arbeit sowohl finanziell als auch personell und ideell.

Seit seiner Gründung organisierte und begleitete der Verein 60 Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zur Unterstützung des Museums. Darauf unter anderem wies Stadtrat Sebastian Stieler (parteilos, CDU-Fraktion) der selbst dem Geschichtsverein angehört, in seiner Festrede hin. Mit der vorhandene Personalausstattung allein, so Stieler, sei die Arbeit der städtischen Einrichtung nicht zu schaffen, würdigte er das Engagement des Vereins. Zugleich wies er auf zahlreiche Ausstellungen hin, die mit Hilfe des Geschichtsvereins durchgeführt wurden. Beispielsweise jene im Rahmen der Lutherdekade.

Der langjährige Vorsitzende des Vereins, Gert Schreiber, blicke vor allem auf die Anfänge des Vereins zurück und schilderte die Rettung von wichtigen stadtgeschichtlichen Gütern vor der Vernichtung. Im Keller der Sparkasse überdauerten einige Akten den Zweiten Weltkrieg und die DDR-Zeit. Sie wurden erst Anfang der 1990er Jahre wieder gefunden, wie Schreiber erzählte.

Welche Wertschätzung der Geschichtsverein genießt, zeigte unter anderem die Anwesenheit der Bundestagsabgeordneten Katharina Landgraf (CDU), die Grüße überbrachte. Für das Landratsamt des Landkreises Leipzig nahm Holger Pethke an der Festveranstaltung teil, er leitet seit diesem Monat das Kultusamt. Pethke deutete an, dass das Landratsamt den Verein bei einem seiner jüngsten Projekte unterstützen könnte, der Erstellung einer digitalen Wissensbasis für das Museum Borna.

Was es damit auf sich hat, darüber sprach die freiberufliche Dresdener Historikerin Susanne Baudisch in ihrem Festvortrag. Auf der digitalen Plattform werden Forschungsergebnisse zur Stadtgeschichte dargestellt und Fundstellen von Datenquellen benannt, sie ist quasi „das Findbuch der Findbücher im Netz“, wie Baudisch formulierte. Dieses Pilotprojekt wird durch den Geschichtsverein inhaltlich und finanziell unterstützt. Es ermöglicht die zeit- und ortsunabhängige Recherche sowie auch die Diskussion von Forschungsergebnissen. Die Testphase soll noch im ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen sein und die Wissensbasis dann der Öffentlichkeit zur freien Nutzung übergeben werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Geschichtsverein in ein digitales Museumsprojekt investiert. Laut Museumsmitarbeiterin Marie Breinel hatte der Verein schon 2013 die Hälfte der Kosten für ein digitales historisches Stadtmodell übernommen, das unter www.1813.museum-borna.de im Internet zu sehen ist. Im vorigen Jahr finanzierte der Geschichtsverein den Ankauf historischer Akten des einstigen Rittergutes Zöpen.

Von André Neumann

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