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Borna Gespaltene Stimmung in Borna:Luedtke holt die Stadt - Stieler die Dörfer
Region Borna Gespaltene Stimmung in Borna:Luedtke holt die Stadt - Stieler die Dörfer
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00:35 02.07.2015
Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke im Rathaus. Quelle: Stadtverwaltung
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Borna

Bei der Wahl war Luedtke mit 55,82 Prozent im Amt bestätigt worden. Stieler kam auf 44,18 Prozent. Zugleich macht ein Blick auf die Ergebnisse in den 16 Wahllokalen deutlich, dass die Ergebnisse in der Kernstadt und den Ortsteilen auseinanderfallen.

So hatte Stieler in Neukirchen (61,65 Prozent), Eula (60,98 Prozent) und Zedtlitz (56,82 Prozent) die Nase vorn. Gänzlich gingen die ländlichen Stadtteile allerdings nicht an den 26-Jährigen. Oberbürgermeisterin Luedtke kam in Thräna auf 52,57 Prozent. Die Kernstadt Borna war dagegen eine Domäne von Luedtke. Bisweilen erreichte sie hier Zwei-Drittel-Mehrheiten, etwa in den Wahllokalen An der Wyhra (67,07 Prozent), Turnhalle-Ost 2 (64,86 Prozent) und in der Begegnungsstätte Gnandorf (63,95 Prozent). Stieler gewann nur in einem innerstädtischen Wahllokal - mit 51,76 Prozent in der Turnhalle Ost 1.

Oberbürgermeisterin Luedtke bezeichnete ihr Wahlergebnis als großen Vertrauensbeweis. Das zeige, dass ihr Kurs "in der Entwicklung unserer Stadt offensichtlich mehrheitsfähig ist". Für die kommenden Jahre komme es darauf an, "das zarte Pflänzchen eines Bevölkerungswachstums zu verstetigen", so Luedtke weiter. Deshalb wolle sie ihr Projekt "Soziale Stadt" weiter vorantreiben. Zudem kündigte sie an, dass "Wirtschaftsansiedlungen Chefsache" bleiben werden. Zudem werde sie die Stadt- und Ortsteilentwicklung in den Vordergrund stellen.

Das wolle sie mit dem Stadtrat und den Ortschaftsräten gemeinsam umsetzen. Luedtke: "Dazu werde ich auf diese Gremien zugehen." Die Bürger erwarteten eine vernünftige Zusammenarbeit im Interesse der Stadt. "Ich werde meinen Anteil dazu beitragen."

Stieler erklärte, er sei auf das Wahlergebnis vorbereitet gewesen, und zwar wegen des Abschneidens der Amtsinhaberin im ersten Wahlgang, im dem ihr bekanntlich zwei Stimmen zum Sieg gefehlt hatten. In der Endphase des Wahlkampfes habe ein emotionales Thema gefehlt, "und das kann man auch nicht erfinden". Positiv sei gewesen, dass sich das bürgerliche Lager auf einen gemeinsamen Kandidaten verständigt habe, auch wenn das klugerweise hätte schon vor einem Dreivierteljahr geschehen sollen, so Stieler. Er werde jetzt versuchen, Teile seines Wahlprogramms als Stadtrat umzusetzen. Ein Wahlergebnis von 44,18 Prozent sei jedenfalls ein Beleg dafür, "dass ich in den letzten sechs Jahren nicht alles falsch gemacht habe".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.06.2015
Nikos Natsidis

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