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Borna Gestewitz: Warten auf Künstler
Region Borna Gestewitz: Warten auf Künstler
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04:00 30.07.2011
Die Bauherren vor dem Haus in Gestewitz. Quelle: Guenther Hunger
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Borna

Jetzt gehört es ihnen. Doch konkrete Bewirtschaftungspläne haben sie nicht, auch wenn bereits am Donnerstag mit den Abrissarbeiten des Anbaus begonnen wurde.

Sie wünschen, dass sich das Projekt zu einem Selbstläufer entwickelt. „In Leipzig haben wir schon einmal ein altes Fabrikgebäude hergerichtet. In einer Etage befinden sich unsere Wohn- und Büroräume und im Erdgeschoss Säle für öffentliche Veranstaltungen. Die restlichen freien Räume wurden nach und nach von Künstlern und Musikern gemietet", erzählte Manuela Friebe. Die 34-Jährige ist zuversichtlich, dass es hier auch klappt.

Ihre Hoffnung liegt unter anderem in den Kontakten, die sie bereits geknüpft haben. Die Künstler könnten die ausgebauten Räume als Wohnung nutzen, wenn ihnen die Großstadt zu laut und zu turbulent wird. „Wir haben das selbst gemerkt. Als wir aus Leipzig kamen, waren wir hektisch, immer auf Achse. Dann mussten wir hier auf eine Firma warten und haben gespürt, wie sehr einen die ländliche Idylle beruhigt", berichtete David Knoke.

Als erste Aufgaben stehen die Entkernung des Hauses und die Befreiung des Parks von Bäumen und Sträuchern auf der Agenda. „Im Haus werden die Zwischenwände entfernt, alte Tapetenreste und anderer Unrat ausgesondert", erläuterte der 30-jährige Leipziger. Die gut 150 Jahre alten Bäume wie Schwarzbuche und Platane werden allerdings stehen gelassen. „Alles, was historisch belegt ist, bleibt erhalten."

Die zwei Wohnungen der beiden Etagen verfügen über je 110 bis 120 Quadratmeter. Im Erdgeschoss sind es etwa 170. Dieser Raum soll wie in Leipzig als Saal für Veranstaltungen genutzt werden. „Wir bemühen uns um Kontakte zu hiesigen Vereinen und um gute Nachbarschaft. Das wird wahrscheinlich auch kein Problem sein. Die Nachbarn, die wir kennengelernt haben, sind sehr nett", sagte Manuela Friebe. Trotz vielversprechender Konzepte besteht die Gefahr, dass das Angebot von den Gestewitzern und Bewohnern aus der Umgebung kaum oder gar nicht angenommen wird. Das ist dem Architektenpaar durchaus bewusst. „Natürlich ist mit solchen Projekten immer ein gewisses Risiko verbunden. Es gehört eben viel Mut zu solch einer Entscheidung. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt."

Gebäude und Baumaßnahmen können Interessierte am Tag des offenen Denkmals am 11. September besichtigen.

Cornelia Jost

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