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Borna Gewerbeverein Groitzsch zeichnet zwei Schulprojekte aus
Region Borna Gewerbeverein Groitzsch zeichnet zwei Schulprojekte aus
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13:54 11.05.2016
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Groitzsch

Grenzenlos und Peerleader: diese zwei Schulprojekte sind am Dienstagabend vom Groitzscher Gewerbeverein während der Mitgliederversammlung ausgezeichnet worden. Der Verein schreibt jährlich den sogenannten Innovationspreis für besondere Projekte aus – „und von diesen beiden waren wir regelrecht beeindruckt“, sagte der Vorsitzende Dieter Hager bei der Preisverleihung.

„Grenzenlos“ ist ein Projekt des Wiprecht-Gymnasiums, das Schüler Anfang des Schuljahres initiiert haben, um Flüchtlingskinder und deren Eltern besser und schneller im Ort zu integrieren (die LVZ berichtete). Zweimal in der Woche bieten Zehnt- und Elftklässler nach ihrem eigenen Unterricht noch „Deutsch-Stunden“ für Kindergarten- und Grundschulkinder unter anderem aus Syrien, Albanien und dem Kosovo an. Kürzlich war die Gruppe mit Flüchtlingsfamilien in der Stadt unterwegs, um diesen bei einem Rundgang die wichtigsten Orte in Groitzsch zu zeigen: das Ärztehaus, die Bibliothek, Spielplätze und Schulen.

„Flüchtlingskinder müssen sofort nach ihrer Ankunft in Deutschland integriert werden“, machte Ben Faren bei der Auszeichnung am Dienstag deutlich. Er gehört selbst zu der mittlerweile 20-köpfigen Gruppe, die sich dem Thema verschrieben hat. Die 200 Euro Preisgeld würden selbstverständlich ins Projekt gesteckt werden. Er könne sich gut vorstellen, Bücher für eine 14-Jährige davon anzuschaffen, die bis heute noch nicht zur Schule gehen darf. Das allerdings müsse zunächst mit der Gruppe besprochen werden.

Das zweite Projekt, das vom Gewerbeverein gewürdigt wurde, sind die Peerleader von der Oberschule. „Peerleadership Sachsen“ ist ein Training für interkulturelle Kompetenz und Demokratie. Grundgedanke ist, dass Jugendliche am besten von Jugendlichen lernen. Sie kennen Themen, Fragen und Gedanken ihrer Altersklasse. Gleichzeitig erhöht diese Vertrautheit ihre Glaubwürdigkeit. Fünf Schülerinnen werden in einer zweijährigen Ausbildung zu Peerleadern ausgebildet. Für sie ist diese Ausbildung im Juni beendet. „Das Programm ist ein Baustein für den Titel ,Schule ohne Rassismus’, den wir bekommen wollen“, sagt die Schulsozialarbeiterin Carolin Hendrich, die die angehenden Peerleader betreut.

„Dieses Engagement von Schülern brauchen wir dringend“, betont Hager. Deshalb sei es dem Verein wichtig, den Jugendlichen Anerkennung dafür zu zollen.

Von Julia Tonne

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