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Borna Gewölbebrücke in Pegau wird für 1,35 Millionen Euro saniert
Region Borna Gewölbebrücke in Pegau wird für 1,35 Millionen Euro saniert
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00:36 12.10.2015
Diese Brücke im Zuge der Verbindungsstraße zwischen Pegau und Groitzsch soll endlich saniert werden. Sie ist nur in Schrittgeschwindigkeit passierbar, dafür sorgen quer eingebaute Schwellen an den Brückeneingängen. Quelle: Andreas Doering
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Pegau

Damit wird das Bauvorhaben zu 100 Prozent entsprechend der Richtlinien zur Beseitigung der Hochwasserschäden gefördert. Baubeginn soll laut Pegaus Bauamtsleiter Gunther Grothe im kommenden Frühjahr sein.

Die denkmalgeschützte Gewölbebrücke ist während des Hochwassers vor zwei Jahren stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Sie weist vor allem Schäden durch Ausspülung und Durchfeuchtung auf. "Außerdem wurde der zwischen den Fundamenten aussteifend wirkende Kolkschutz aus Beton unterspült", teilt das Lasuv mit. Dieser Kolkschutz diene dazu, durch strömendes Gewässer verursachte Vertiefungen zum Beispiel an Brückenbauwerken zu verhindern. Doch mit dem Hochwasser war dieser Schutz nicht mehr ausreichend. Die tagelangen hohen Wasserstände verursachten Aufweichungen im Baugrund, so dass es zu Bogenverformungen mit Rissen, schadhaften Fugen und Material-Abplatzungen kam. Außerdem haben sich die Widerlager, also die Verbindungsteile zwischen Brücke und Ufer, durch die Wassermassen stark verformt, so dass die Stabilität nun nicht mehr gewährleistet ist. "Weil sich dadurch teilweise auch der Straßenbelag abgesenkt hat, ist die Tragfähigkeit für große und schwere Fahrzeuge nicht mehr gegeben", erklärt Grothe. Und auch kleine Fahrzeuge dürfen die Brücke derzeit nur im Schritttempo passieren. Der fünfte Bogen musste zudem bereits mit einer Stahlkonstruktion abgestützt werden.

Mit Beginn der Bauarbeiten im kommenden Jahr wird zunächst der gesamte Belag auf der Brücke bis auf die tragenden Bögen abgetragen. "Über die Bögen wird nach Auffüllung mit Füllbeton eine Fahrbahnplatte aus Stahlbeton aufgebracht", erklärt Grothe die anstehenden Arbeiten. Darauf komme ein bituminöser Belag. Weitere Schritte sind die Sanierung des Geländers, das komplett abgebaut werden muss, die Ertüchtigung der gesamten Gründung und die Erneuerung der Bogenunterflächen und des seitlichen Verblendmauerwerks. Die neue Kolksicherung erfolgt dann mit Wasserbausteinen. Grothe rechnet mit etwa zehn bis zwölf Monaten Bauzeit. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,35 Millionen Euro.

Für die Städte Groitzsch und Pegau hat die Brücke eine große Bedeutung. Sie stellt eine kurze Verbindung zwischen beiden dar und ist auch der kürzeste Weg für die Feuerwehr und andere Einsatzkräfte. Während der Bauphase wird die Strecke in Richtung Groitzsch voll gesperrt.

Einschränkungen wird es auf dieser Trasse aber bereits in den kommenden Wochen geben, da die Stadt Groitzsch eine Brücke in diesem Bereich instand setzt. Hier soll die Sanierung laut Bauamtsleiter Dirk Schmidt im Frühjahr abgeschlossen sein.

Julia Tonne

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