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Borna Gey: Asylbewerber bleiben nur bis Ende März
Region Borna Gey: Asylbewerber bleiben nur bis Ende März
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15:10 19.05.2015

Er habe das den Anrainern in einem Brief versichert erklärte Gey gestern gegenüber der LVZ. Zugleich äußerte er sein Unverständnis über Vorwürfe der Stadt, die Bauanträge für den Umbau der einstigen Bildungseinrichtung seien unvollständig.

Im Ergebnis von Gesprächen mit den Anwohnern rund um den Königsplatz, die angesichts der bevorstehenden Einquartierung von etwa 50 Flüchtlingen besorgt sind, habe er in einem Brief versichert dass deren Aufenthalt dort nur bis Ende März dauern werde. Dann soll eine alternative Unterkunft genutzt werden, bei der es sich nach aktuellem Stand um das ehemalige Berufliche Gymnasium in Espenhain handelt. Dort seien die Voraussetzungen relativ gut, so Gey mit Blick auf die Verkehrsanbindung. Allerdings gebe es noch Probleme mit dem Planungsrecht, aber das werde sich hoffentlich lösen lassen. Für alle Fälle prüfe der Landkreis weitere Objekte, über die sich der Landrat derzeit allerdings noch bedeckt hält. In jedem Fall soll der Kreistag auf seiner Sitzung in der nächsten Woche einen Baubeschluss fassen, der die Umgestaltung einer neuen Asylbewerberunterkunft möglich macht. Es gehe um eine Summe, die der Landkreis später im Zuge der Refinanzierungsmittel vom Freistaat wieder zurückerhalten werde, sagte der Landrat weiter.

Unverständnis äußerte er über die Vorwürfe aus dem Bornaer Rathaus, die Bauanträge für die Umgestaltung der ehemaligen Berufsschule am Königsplatz seien unvollständig und das Gebäude ungeeignet, wie Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) erklärt hatte (die LVZ berichtete). "Frau Luedtke sollte sich einmal in die Berufsschule bemühen", so Gey. Dann würde sie dort entdecken, dass die Zustände dort durchaus "menschenwürdig und vernünftig" seien, auch wenn es sich logischerweise nicht um Standards wie in Neubauwohnungen oder Eigenheime handle. Dass sich die Bornaer Oberbürgermeisterin so äußere, "ist eine sehr unübliche Reaktion". Und weiter: "Eine konstruktive Zusammenarbeit sieht anders aus." Luedtke demonstriere jetzt wieder ihre ablehnende Haltung, so Gey weiter.

Mit den neuen Asylbewerbern sei frühestens in der nächsten Woche zu rechnen. "Wir müssen tagtäglich darauf eingestellt sein." Über die Unzulänglichkeiten der deutschen Asylpolitik lasse sich trefflich streiten, sagte der Landrat, aber Landkreis wie Kommune seien einfach in der gesetzlichen Pflicht, die Menschen unterzubringen. Die Asylbewerber würden aus Chemnitz vor der Ausländerbehörde ausgeladen.

Oberbürgermeisterin Luedtke sage immer nur, was nicht gehe, anstatt zu sagen, was gehe. Gey: "Es geht jedenfalls nicht, die Leute vor der Tür stehen zu lassen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.11.2013
Nikos Natsidis

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