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Borna Gezittert vor fast 17000 Fußballfans
Region Borna Gezittert vor fast 17000 Fußballfans
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18:42 17.11.2011
Stolze Nachwuchs-Kicker: Die G- und F-Junioren des BSV Einheit Frohburg in der Red-Bull-Arena. Quelle: Christian Nitsche
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Frohburg/Leipzig

Mehr als 16600 Fans von Gastgeber Rasenballsport Leipzig und Holstein Kiel schauten ihnen dabei zu. Da bekamen manche der fünf- bis achtjährigen Jungen aus der Rennstadt noch Minuten später kein Wort heraus.

„Mir hat es die Sprache verschlagen, als wir aus dem Tunnel herausgetreten sind", bestätigte F-Junioren-Kicker Benjamin Schön. Tim Naumann brachte keine Antwort zustande, konnte nur mit den Schultern zucken. Für Mannschaftskapitän Patrick Thon war es eine „supergeile Stimmung". Und Leopold Tiankowski, wie die anderen acht Jahre, hatte im Tunnel sogar gezittert vor Aufregung. Als Lebhaftester im Team fand er aber schnell zu sich - und zum Referee: „Oh, Schiri, Du bist aber groß."Den Stein ins Rollen gebracht hatten Benjamin, trotz seines jungen Alters „eingefleischter RB-Fan", und seine Eltern. Nach ihrer E-Mail-Anfrage bei den Rasenballern im Mai, ob nicht auch der BSV Einheit Frohburg mal die Einlauf-Eskorte stellen kann, war der Verein auf eine „Warteliste" gesetzt worden. Als dann vor einigen Tagen die Zusage für die F-Jugend gerade zum Spitzenspiel gegen Tabellenführer Kiel kam, war der Jubel groß. „Kurzfristig sollten wir dann sogar noch eine weitere Mannschaft mitbringen", erklärte Mutter Mandy Schön. Also waren auch noch die G-Junioren, die Bambini, mit dabei. 25 Kinder und fast immer beide Eltern - ein richtiger Autokorso zog von Frohburg zum früheren Zentralstadion in die Messestadt.Vom ehemaligen Bundesliga- und zuletzt RB-Profi Ingo Hertzsch in Empfang genommen, ging es zunächst zum Umziehen in eine Spielerkabine. „Das war der pure Luxus, ein Riesenwhirlpool", sprudelte es aus Benjamin heraus. Auch das Maskottchen der Heimmannschaft, der Bulle, der noch einen Namen sucht, ließ sich bei den Jungen sehen. In ihren grün-weißen Vereinstrikots und den kurzen Hosen ging es zum Spielertunnel.Für Benjamin war klar, wen er an die Hand nehmen wollte - Timo Röttger, seinen Lieblingsspieler bei den Rasenballern. Doch raussuchen ging nicht. Aber auch mit Bastian Schulz war er zufrieden. „Und Carsten Kammlott hat mir über die Haare gestrichen." Die Situation war wohl recht angespannt vor dem Spiel, weil es um die Tabellenspitze ging, mutmaßte Mandy Schön. „Die Kinder konnten deshalb auch kaum mit den Profis reden. Sonst, das haben wir bei anderen Spielen gesehen, war es eigentlich immer lockerer."Klar, dass es nach Einlaufen, Begrüßung und dann Sprint vom Rasen auf die Tribüne zum Zuschauen ging. „Die meisten Eltern waren zum ersten Mal in diesem Stadion und begeistert. Es war perfekt," freute sich Benjamins Mutter. „Na ja, fast 17000 Leute machen eben auch mehr her als nur 4000." Und für die Jungen war es sowieso ein großes tolles Erlebnis. Ganz besonders natürlich für ihren Sohn, den Fan. „Beim 2:1 von Frahn hab' ich gleich zum Schiri geschaut, ob der auch zur Mitte zeigt", sagte Benjamin. Mit dem Sieg verschmerzte er sogar, dass sein Fan-Trikot ohne Spieler-Autogramme blieb. „Aber mal dort zu spielen, das wäre ein Traum." Zunächst jedoch soll RB Leipzig den Aufstieg in die 3. Liga schaffen, wünscht sich der Achtjährige. Und Kumpel Leopold bat seinen Trainer: „Meld' uns doch noch mal an."

Olaf Krenz

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