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Borna Glamouröser Sportlerball mit Liebeserklärungen in Zwenkau
Region Borna Glamouröser Sportlerball mit Liebeserklärungen in Zwenkau
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12:22 27.03.2018
Die Girls von der Showtanzgruppe des SV Eula. Quelle: Andreas Döring
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Landkreis Leipzig

Manche Dinge kommen einfach nicht aus der Mode. Ausverkauftes Haus, knapp 5000 abgegebene Stimmen, ausgelassene Freude bei den Gewinnern und eine glamouröse Gala... der zehnte Sportlerball in der Stadthalle Zwenkau mit der Wahl der Sportler und Mannschaften des Jahres von Kreissportbund (KSB) Landkreis Leipzig, Leipziger Volkszeitung und den Sparkassen Leipzig und Muldental – es war ein Fest. Das zehnte erst? Wirklich? „Ich stehe doch schon sein 1998 jedes Jahr hier“, sagt die 77-jährige Ruth Ruppert am Empfang, wo die ehemalige LVZ-Mitarbeiterin tatsächlich seit 20 Jahren Gäste von Sportlerbällen begrüßt. Die Geschichte der Gala reicht länger zurück. Unter dem Dach des 2008 neu gebildeten Landkreises Leipzig, fand sie am Sonnabend aber zum zehnten Mal statt.

„Ja, wir nullen tatsächlich“, begrüßte KSB-Präsident Wolfgang Klinger die „Familie des Sports“ – die Crème de la Crème aus 42 000 Mitgliedern in 330 Vereinen, die zwischen Thallwitz und Regis-Breitingen in zig Sportarten um Punkte und Rekorde wetteifern. „Wenn es nichts mehr zu bereden gibt – Sport geht immer“, setzte der Moderator des Abends und Stammgast beim Sportlerball, Matthias König, ein Ausrufezeichen hinter die Bedeutung einer Freizeitbeschäftigung, die, wie keine zweite, eine derart wichtige Funktion in der Nachwuchsförderung übernimmt.

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Ein glamouröser Abend als Liebeserklärung an den Vereinssport im Landkreis Leipzig – der zehnte Sportlerball von Kreissportbund, LVZ und den Sparkassen Leipzig und Muldental hatte alles, was eine Gala braucht.

Schirmherr und Landrat Henry Graichen: „Gerade im Bereich der 6- bis 14-Jährigen haben wir einen starken Zuwachs in den Vereinen. Den Kindern und Jugendlichen werden im Sport wichtige Grundlagen vermittelt – Ehrgeiz und demokratische Spielregeln. Das ist gerade in einer Zeit unbezahlbar, in der wir leider mit einem immer stärker werdenden Problem konfrontiert sind – dem Zuwachs von Drogenmissbrauch.“ Deswegen sei die Arbeit in den Vereinen so wichtig und ihr Wert unbezahlbar. Es war kein Versprechen, das Graichen gab. Aber eine Botschaft: „Dass wir in Sachsen von einer punktuellen Projektförderung im Sport zu einer dauerhaften und verlässlichen Vereinsförderung kommen, ist wünschenswert.“

Ausgezeichnetes Ehrenamt

Zur guten Tradition des Sportlerballs gehört es, dass auch die gewürdigt werden, die nicht auf Tartanbahnen, Kegelbahnen, Spielfeldern oder Regattastrecken um Titel wetteifern. Sie sind die Strippenzieher hinter den Kulissen, ohne die kein Wettkampf, kein Trainingsbetrieb oder keine Vereinsarbeit stattfinden würden. Die Ehrenamtlichem in den Sportvereinen des Landkreises Leipzig leisten einen wesentlichen Beitrag für den sportlichen Erfolg der Athleten, lobte auch KSB_Präsident Wolfgang Klinger., Dieses Jahr wurden geehrt:

Cindy Wollnik (Sportverein Blau-Gelb Borna), Jan Pischer (SV 1863 Belgershain), Enrico Rockstroh (SV Groitzsch 1861), Kristina von Thun (SV 1919 Grimma), Gert Döhler (TTV Chemie Böhlen), Rainer Wohlgemuth (Motorsportclub Wurzen), Irene Rucinski (Frohburger Turnverein), Rolf Möritz (Sportverein Trebsen), Günter Emsel (SV Espenhain 91), Daniel Müller (SV Germania Auligk), Sandra Targosz (Kanu- und Freizeitclub Markranstädt), Andreas Dögnitz (Wurzener Rudervereinigung Schwarz-Gelb), Sabine Grünewald (TSG Markleeberg von 1903), Jörg Meißner (Tischtennisverein 1990 Wurzen), Manuela Wagner (Sportfreunde Neukieritzsch 1921), Hanno Jerke (Colditzer Kanu- und Sportverein), Erwin Weinreich (SV Elstertrebnitz).

Der Sportlerball mit der Wahl der Sportler des Jahres im Landkreis Leipzig ist in den Feiermodus übergegangen. Herzlichen Glückwunsch allen Gewinnern und Nominierten.

Gepostet von LVZ Kreis Leipzig am Samstag, 24. März 2018

Diese politische Liebeserklärung an den Sport fand ihren fruchtbaren Boden im Jubel der Gewinner des Abends. Und das waren zuallererst die Sportler hinter den Kulissen. Es gehört zum guten Ton des Sportlerballs, dass den ehrenamtlichen Übungsleitern, Vorständen, Mannschaftsleitern, Schiedsrichtern und Busfahrern Danke gesagt wird. Stellvertretend für alle, die diese wichtige Säule im Vereinssport bilden, wurden Menschen wie Erwin Weinreich vom SV Elstertrebnitz geehrt. „Der Mann ist seit 49 Jahren im Verein engagiert und steht selbst noch auf der Kegelbahn“, lobte der Elstertrebnitzer Bürgermeister David Zühlke. Bejubelt wurden schließlich auch die Gewinner der Wahl der Sportler des Jahres 2017. Birgit Burzlaff (Sportfreunde Neukieritzsch), Erik Kupfer (SV Trebsen) und die Leichtathletik-Damenmannschaft der Sportfreunde Neukieritzsch nahmen die Pokale entgegen.

Sportlerin des Jahres

Sie wird inzwischen ein zusätzliches Zimmer für alle Pokale und sportlichen Trophäen brauchen: Birgit Burzlaff (SF Neukieritzsch 1921) gehört zu den Stammgästen der Sportlerwahl im Landkreis Leipzig. Dieses Jahr schaffte sie es wieder vor die Titelträgerin des Vorjahres – Silber bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Südkorea ist das stärkste Argument für ihren Sieg.

Lara Seydel wird es verkraften können, einmal nicht auf dem Treppchen ganz oben zu stehen. Die Vollkontakt-Karateka vom Verein AktivSport Saxonia wurde unter anderem WM-Dritte in Rumänien und damit zweitbeste Sportlerin des Jahres 2017.

Anna Rockstroh (SV Trebsen) holte Platz drei für ihre Erfolge als Deutsche Meisterin im Rollski.

Sportler des Jahres

Erik Kupfer (SV Trebsen) absolvierte 2017 sein Debüt in der Rollski-Nationalmannschaft mit drei Einsätzen und wurde Deutscher Jugend-Meister im Rollski. Der 17-Jährige ist zudem dreifacher Bezirksmeister im Skilanglauf und gewann mehrere Wettkämpfe. Mit über 500 Stimmen und der besten Jurywertung sicherte sich Kupfer den Titel Sportler des Jahres 2017.

Thomas Maune (SF Neukieritzsch 1921) rangiert knapp dahinter: Der 57-jährige Vize-Hallenmeister (AK 55) über 400 Meter ist fünffacher Landesmeister bei den Leichtathleten seiner Altersklasse.

Thomas Müller (ebenfalls Leichtathlet) von der TSG Markkleeberg wurde als Deutscher Hallenmeister im Dreisprung (AK 45) auf Rang drei gevotet.

Mannschaft des Jahres

Sie gehören seit Jahren zu den Topfavoriten bei der Sportlerwahl. Dieses Jahr hat’s für die Leichtathletik-Senioren-Damenmannschaft der SF Neukieritzsch wieder für Gold gereicht. Gleich drei Titel (Deutscher Meister in der Mannschaft, Deutscher Meister mit dem Team im Werfermehrkampf und Deutscher Meister über 3x800 Meter und 4x200 Meter in der Halle) rechtfertigen das.

Platz 2 geht an den Ruder-Achter aus Wurzen. Die Männer schafften im vergangenen Jahr den fünften Platz in der Bundesliga und den zweiten Platz bei den Landesmeisterschaften in Eilenburg im offenen Vereinsachter.

Bronze hat sich die zweite Damenmannschaft des VV Grimma für die Sachsenmeisterschaft und den 1. Platz in der Volleyball-Sachsenliga verdient.

Dass man im engen Zeitplan des Gala-Abends etwas hinterher hinkte, störte da kaum. Das Programm war vollgestopft mit Leckerbissen für Ohr und Auge. Deutschlands bekannteste Schlangenfrau Eliza alias Alina Ruppel (Finalistin der RTL-Show Das Supertalent) verdrehte sich nicht nur ihren eigenen Kopf...

Schlangenfrau Eliza alias Alina Ruppel. Quelle: Andreas Döring

Platzierungen

Mannschaft

1. Sportfreunde Neukieritzsch 1921, Senioren-Frauenmannschaft (Leichtathletik) – 900 Stimmen / Jurywertung: Platz 1.

2. Wurzener Rudervereinigung, Männer-Achter (Rudern) – 653 Stimmen / Jurywertung: Platz 2.

3. Volleyballverein Grimma, 2. Damenmannschaft (Volleyball) – 771 Stimmen / Jurywertung: Platz 5.

4. TSG Markkleeberg von 1903, Männer-Siebenkampfteam (Leichtathletik) – 524 Stimmen / Jurywertung: Platz 6.

5. KSV Bad Lausick, Männerteam (Kraftsport) – 248 Stimmen / Jurywertung: Platz 3.

6. BSC Victoria Naunhof, 1. Herrenmannschaft (Handball) – 517 Stimmen / Jurywertung: Platz 8.

7. BBV 1950 Wurzen, 1. Männermannschaft (Basketball) – 230 Stimmen / Jurywertung: Platz 4.

8. HSV Leipzig-Süd/Markkleeberg, Staffelteam (Turnierhundesport) – 309 Stimmen / Jurywertung: Platz 7.

9. SV Espenhain 91, Frauenmannschaft (Kegeln) – 505 Stimmen / Jurywertung: Platz 10.

10. SV Lokomotive Borna, Männerteam (Paarkampf Kegeln) – 294 Stimmen / Jurywertung: Platz 9.

Sportlerin

1. Birgit Burzlaff, Sportfreunde Neukieritzsch 1921 (Leichtathletik) – 794 Stimmen / Jurywertung: Platz 1.

2. Lara Seydel, AktivSport Saxonia (Karate

Vollkontakt) – 892 Stimmen / Jurywertung: Platz 4.

3. Anna Rockstroh, SV Trebsen (Rollski und Skilanglauf) – 636 Stimmen / Jurywertung: Platz 3.

4. Luise Bayer, Reitverein Hohburger Schweiz (Springreiten) – 685 Stimmen / Jurywertung: Platz 5.

5. Sara-Helen Wahrn, KSV 51 Bennewitz (Kegeln) – 354 Stimmen / Jurywertung: Platz 2.

6. Annika Lötzsch, Frohburger Turnverein (Leichtathletik) – 649 Stimmen / Jurywertung: Platz 8.

7. Katrin Dämering, TSG Markkleeberg von 1903 (Schach) – 591 Stimmen / Jurywertung: Platz 7.

8. Jana Martini, SV Groitzsch 1861 (Ju Jutsu) – 339 Stimmen / Jurywertung: Platz 6.

Sportler

1. Erik Kupfer, SV Trebsen (Rollski und Skilanglauf) – 503 Stimmen / Jurywertung: Platz 1.

2. Thomas Maune, Sportfreunde Neukieritzsch 1921 (Leichtathletik) – 845 Stimmen / Jurywertung: Platz 5.

3. Thomas Müller, TSG Markkleeberg von 1903 (Leichtathletik) – 629 Stimmen / Jurywertung: Platz 4.

4. Paul Dohrmann, Wurzener Rudervereinigung (Rudern) – 715 Stimmen / Jurywertung: Platz 6.

5. Hannes Drechsler, AktivSport Saxonia (Karate) – 838 Stimmen / Jurywertung: Platz 7.

6. Dominic Schönfeld, SV 1919 Grimma (Kraftsport) – 253 Stimmen / Jurywertung: Platz 2.

7. Tilman Richter, SV Groitzsch 1861 (Ju Jutsu) – 306 Stimmen / Jurywertung: Platz 3.

8. Steffen Steingaß, TSV Einheit Grimma (Leichtathletik) – 385 Stimmen / Jurywertung: Platz 8.

Von Thomas Lieb

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