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Glücklicher Tag auf dem Bauhof in Kitzscher

Stadtreinigung Glücklicher Tag auf dem Bauhof in Kitzscher

Udo Scholz aus Flößberg hatte vor fünf Jahren einen Schlaganfall. Jetzt hat er im Bauhof der Stadt Kitzscher einen festen Job und der Stadt ihre erste Kehrmaschine auf Rädern verschafft.

Torsten Seidel (l.) erklärt Udo Scholz den Citymaster 600. Auch die anderen Kollegen interessieren sich sehr für die erste Kehrmaschine des Bauhofes.

Quelle: André Neumann

Kitzscher. Ein glücklicher Tag für Udo Scholz, ein guter Tag für den Bauhof Kitzscher. Der 57-Jährige hat einen unbefristeten Arbeitsvertrag in der Tasche, der Bauhof zum ersten Mal eine eigene Kehrmaschine. Und es gibt sogar noch einen dritten Gewinner: Das Integrationsamt hat mit Fördermitteln erfolgreich die Wiedereingliederung eines Schwerbeschädigten unterstützt.

Vor knapp fünf Jahren war nicht absehbar, ob Udo Scholz überhaupt jemals wieder würde arbeiten können. Einen Tag vor Weihnachten 2011 hatte der gelernte Bäcker aus Flößberg einen Schlaganfall erlitten. Der Kampf zurück ins Leben führte über mehrere Stationen und 2014 in den Bauhof von Kitzscher. Mit zunächst befristeten Arbeitsverträgen. Doch Udo Scholz, der nach dem Vorfall bis heute nicht wieder voll leistungsfähig ist, wollte arbeiten. Er ergriff die Initiative und warb beim Integrationsamt dafür, dass die Stadt Kitzscher für seine langfristige Einstellung einen Zuschuss für die Anschaffung neuer Technik bekommt.

„Udo Scholz“, sagte Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler) bei der Übergabe des Fahrzeuges auf dem Bauhof, „ist einer, der weiß, was er will und er bleibt dran.“ Und erzählte lachend, wie Scholz, der unter den Kollegen längst beliebt geworden ist, beim Integrationsamt in Chemnitz mit einem Blech Kuchen aufgelaufen ist. Das Stadtoberhaupt musste danach natürlich trotzdem noch eine Weile verhandeln. Wohl wissend, dass auch sein Bauhof Scholz gern behalten wollte.

Schramm spricht von einer Win-win-Situation und bezieht neben Scholz, dem Bauhof und dem Integrationsamt auch noch die Firma Schlotte aus Leipzig ein, von der die Stadt den Citymaster 600 kauft. Das Gerät kostet immerhin knapp 75 000 Euro und kann nicht nur kehren, sondern auch Rasen mähen, Schnee schieben und streuen. Knapp zwei Drittel des Preises übernimmt das Integrationsamt.

Für Kitzscher, erzählt Bauhofleiter Andreas Lettau, ist die grau-rote Maschine die erste eigene Kehrmaschine auf Rädern. Höchstens leihweise für ein paar Tage sei mal eine im Einsatz gewesen. Und Lettau ist überzeugt: „Man wird das merken in Kitzscher.“ Udo Scholz lauschte derweil aufmerksam, was Vorführer Torsten Seidel ihm über die vielseitige Maschine erklärte, die künftig vor allem sein Arbeitsgerät sein wird. Die erste Fahrt über den Hof allerdings nahm der Bürgermeister für sich in Anspruch.

Von André Neumann

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