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"Goldener Herbst" sorgt für Gäste

"Goldener Herbst" sorgt für Gäste


Geithain/Kohren-Sahlis/Bad Lausick. Strahlender Sonnenschein und milde Temperaturen – so präsentierte sich das Wetter am Wochenende.

. Vom „Goldenen Herbst" konnten auch die Museen profitieren, die am Sonnabend ihre Türen öffneten. Unsere Zeitung schaute sich in Bad Lausick, Geithain und Kohren-Sahlis um.

Per Handschlag begrüßte Museumsmitarbeiter Jürgen Zschalich am Sonnabend die Gäste im Kur- und Stadtmuseum Bad Lausick. Zu ihnen gehörte auch Gisela Hilbig. Sie ist derzeit Kurgast in der Stadt und hatte in der Kureinrichtung erfahren, dass es im Museum derzeit eine Sonderausstellung gibt. Mario Franke aus Holzhausen präsentiert sein Hobby. Er sammelt Fußballembleme aus der DDR. Im Bad Lausicker Kur- und Stadtmuseum zeigt er derzeit 400 Fußball-Aufnäher. Das Gros der DDR-Vereine ist in seiner Sammlung vertreten.

„Ich komme aus der Zittauer Ecke und wollte den ,Goldenen Herbst‘ ausnutzen, um Kulturelles zu entdecken", meint sie. „Die Sonderschau ist noch bis zum 27. November zu sehen", wirbt Zschalich. Der Grundstein für die Ausstellung wurde im vergangenen Jahr zur Krippen- und Pyramidenausstellung gelegt. „Mario Franke stellte voriges Jahr einen Schwibbogen ,Seiffener Weihnachtsmarkt‘ aus", erzählt er. In diesem Jahr öffnet die Weihnachtsausstellung am 3. Dezember zum Weihnachtsmarkt. „Dieses Mal sollen Weihnachtskalender präsentiert werden", so der Museumsmitarbeiter. Gleichzeitig verriet er, dass gegenwärtig Gespräche laufen, um zusätzlich zwei Eisenbahnanlagen im Museum zeigen zu können.

Wer allerdings ins Geithainer Heimatmuseum gehen wollte, der hatte Pech. Dieses war an diesem Tag wegen Krankheit geschlossen. Allerdings erhielt der Besucher zwei Tipps für kulturelle Veranstaltungen. So tritt das Solisten Ensemble Intermezzo heute ab 18.30 Uhr im Kurhaus Bad Lausick auf, und die Stadtbibliothek Geithain lädt am 9. November ab 19.30 Uhr zu einer Buchlesung mit Tommy Lehmann ein.

Kurgäste aus Bad Lausick hatte am Sonnabend das Töpfermuseum in Kohren-Sahlis zu Gast. Denn verlängert bis Ende November ist die Sonderausstellung des Studios Bildende Kunst im Lindenaumuseum Altenburg, die gegenwärtig im Museum zu sehen ist. Uwe Georgi von der Bad Lausicker Bauorganisations-, Betriebs- und Kur GmbH hatte sieben Kurgäste an Bord, die sich Kohren-Sahlis einmal ansehen wollten.

Ihr Rundgang begann mit einem Vortrag von Brunhilde Tischoff zum Töpferhandwerk in Kohren-Sahlis. Sie erläuterte den Gästen unter anderem, wie das bekannte Löffelmuster auf das Geschirr kommt. „Ich fand den Vortrag gelungen. Mich interessiert das Töpferhandwerk. Ich habe mir das Handwerk auch in Bürgel angesehen", meint Monika Cichy. „Ich kenne zwar schon das Museum, aber ich wollte mir neues Geschirr mitnehmen", sagt Jutta Ludwig, die im Anschluss die Verkaufsausstellung von Gundula Müller besuchen wollte.

Glück hatten an diesem Wochenende auch die Besucher der Burg Gnandstein. Denn eigentlich ist die Burg um diese Jahreszeit geschlossen. „Wir haben aber heute geöffnet, da sich drei Besuchergruppen angemeldet haben. Da ließen wir auch die Türen für die spontanen Besucher offen", sagt Monika Bry. Sie betreute sieben Kinder, die den 6. Geburtstag von Quirin Ambrosch auf der Burg feierten. „Mein Sohn hatte sich gewünscht, hier seinen Geburtstag feiern zu können", sagt die Markkleebergerin Constanze Ambrosch. Sie freute sich über die kindgemäße Führung, die unter anderem beinhaltete, dass die Jungen zum Ritter geschlagen und anschließend zum Ritteressen eingeladen wurden.

„Wir wollen, dass auch die jungen Leute gefallen an unserer Burg haben", sagte Monika Bry. Sie warb bereits für die nächste Veranstaltung. Am 4. Dezember ist Weihnachtsbasteln angesagt. Von 13 bis 16 Uhr öffnet dazu der Rittersaal.

Übrigens wurden an diesem Herbsttag 94 Personen gezählt, die die Burg besichtigen wollten. Dazu gehörte auch Silke Fleischer mit ihrem Sohn Tillmann (10) und seinem Freund Yannik aus Chemnitz. „Wir kommen gern hierher. Den Besuch verbinden wir immer mit einem Abstecher zur Sommerrodelbahn". Doch auch der Garten der Sinne sei sehenswert.

Cornelia Braun

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