Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Graffiti-Projekt startet in Böhlen
Region Borna Graffiti-Projekt startet in Böhlen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:09 19.05.2015
Die neue Lärmschutzwand am Bahnhof Böhlen wirkt wenig einladend. Das soll sich mit Unterstützung der Dow Olefinverbund GmbH bald ändern. Quelle: Thomas Kube

Nach den Sommerferien könne es losgehen, hieß es gestern im Rathaus.

2012 hatte die Bahn mit der Modernisierung des Bahnhofs begonnen, der als sogenannte ÖPNV-Verknüpfungsstelle (Öffentlicher Personennahverkehr) täglich besonders von vielen Arbeitnehmern und Schülern genutzt wird. Mit dem Umbau entstanden eine Lärmschutzwand und reichlich freie Betonflächen, die nach Ansicht von Bürgermeisterin Maria Gangloff (Linke) "nicht unbedingt einladend, außer für Beschmierungen, wirken". Die Stadt möchte illegalen Sprayereien (erste wurden bereits an der Wand hinterlassen) Einhalt gebieten und mit "Graffitikunst als Ausdrucksmittel des urbanen Lebensgefühls in Böhlen" gegensteuern.

An dem Projekt beteiligt werden sollen sowohl Kinder aus der Kindertagesstätte, Grund- und Oberschüler als auch Berufsschüler. Für die künstlerische Leitung wurden zwei professionelle Graffiti-Künstler aus Leipzig gewonnen. Sie werden ein Konzept erstellen, das in zwei, drei Wochen in der Stadtverwaltung vorliegen soll. Die Vorstellungen der Stadt sollen darin verwirklicht werden. Die künstlerische Gestaltung sollte Bezug zum Sponsor Dow ebenso herstellen wie zu Böhlen. Auch ein Stadtplan soll Bestandteil der Arbeiten sein. "Nach den Sommerferien kann es losgehen", sagt Gangloff.

Mit der Verwirklichung der Grundidee, die von ihr stammt, erhofft sich die Stadtchefin, dass der Ehrenkodex der Szene greift und illegale Sprayereien dort künftig ausbleiben. Sie würde es begrüßen, wenn sich auch wilde Sprayer einbringen würden - etwa an den grünen, anspruchsvolleren Flächen. Die kreativen Kinder könnten sich an unteren Betonflächen "austoben". Für das bei den Arbeiten notwendige Gerüst soll aus Kostengründen ein Sponsor gefunden werden. Gestaltet wird die Wand vom Bahnhofsgebäude bis zur Brücke - schrittweise je nach Wetterlage. Die Bahn unterstütze das Projekt.

Das Projekt soll der Stadt zufolge erst der Beginn eines schöneren Außengeländes sein. Denn auf dem Vorplatz gibt es Engpässe: Reisebusse behindern mitunter den Linienverkehr, die Parkplätze reichen nicht aus. Es gibt keinerlei Hinweis für einen Taxiruf. Eine gegenüberliegende Wiese soll für diese Pläne umgestaltet werden. Außerdem könnte eine Fahrradstation - ein seit zehn Jahren währender Traum von Gangloff - entstehen. Der Zweckverband Nahverkehr Leipzig unterstütze eine Verbesserung des Areals. Auch die Bahn sei an einem schöneren Platz interessiert.

Von der Umgestaltung nicht berührt ist das ehemalige Bahnhofsgebäude, das zunehmend vergammelt. Der private Eigentümer aus dem Westen hat offensichtlich kein Interesse.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.07.2014
Saskia Grätz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Grundschulen Borna-West und Neukirchen sowie die Dinterschule erhalten in den Ferien neue Computertechnik. Grund ist das Auslaufen des Medios-Projektes, das bisher für Hard- und Software in den Schulen des Landkreises sorgte.

19.05.2015

Die Rollen im neuen Kreistag sind verteilt. In der konstituierenden Sitzung am Mittwochabend im Stadtkulturhaus Borna zeigte sich, dass in vorbereitenden Sitzungen ganze Arbeit geleistet worden war.

19.05.2015

Viele Elektrofahrzeuge sind auf Bornas Straßen noch nicht zu sehen. Doch wer bereits eines fährt, braucht zum Auftanken keine Tankstelle, sondern eine Ladestation.

19.05.2015
Anzeige