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Borna Grimmaer Querschüsse
Region Borna Grimmaer Querschüsse
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16:55 15.02.2012
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. Angesichts des kürzlich veröffentlichten Entwurfs für einen Landesentwicklungsplan sieht er sich bestätigt. In Borna findet Berger damit aber kein Echo.

So lange liegen die Zeiten noch nicht zurück, in denen das Stadtoberhaupt der nunmehr ehemaligen Kreisstadt befand, Borna gleiche einer „Mumie". Das erklärte Berger vor fünf Jahren auf einem Forum im voll besetzten Grimmaer Ratssaal und meinte damit, dass die Stadt Borna auf dem absteigenden Ast sitze. Auch jetzt noch, ein halbes Jahrzehnt später und, was Grimma anbelangt etwa 10 000 Einwohner mehr, bleibt der Mann, in dem die einen einen Tausendsassa sehen und die anderen einen Quertreiber, bei seiner tiefen Grundüberzeugung: Es sei falsch gewesen, Borna im Jahr 2008 zur Kreisstadt zu machen. „Borna wurde und wird seiner Rolle als Lokomotive nicht gerecht." Dabei räumt Berger sogar ein, dass die geplante Verlagerung des Finanzamtes von Borna nach Grimma nicht gerade zur Stärkung der Kreisstadt führe.

Was ihn nicht hindert, in der aktuellen Entwicklung eine Bestätigung aller seiner Grundüberzeugungen zu sehen. Dazu gehört auch, dass die Vergrößerung des Stadtgebietes durch permanente Eingemeindungen in Bergers Augen die einzig richtige Strategie ist. Nunmehr werden auch Städte wie Mutzschen, Nerchau und Großbothen vom Grimmaer Rathaus aus regiert. Die Stadt hat mehr als 30 000 Einwohner und 65 Ortsteile. „Grimma geht seinen Weg", erklärt Berger, der in der Festschreibung seiner Stadt als Mittelzentrum – als das bekanntlich auch Borna im Landesentwicklungsplan festgehalten ist – eine Stärkung seiner Kommune sieht.

Bei seiner Bornaer Amtskollegin Simone Luedtke (Linke) findet Berger allerdings keine Sparringspartnerin. „Herr Berger muss sich erst mal um seine Verwaltung kümmern." Der Kollege aus dem früheren Muldentalkreis habe offenkundig damit so viel zu tun, dass er kaum noch zu Sitzungen, etwa in Kreistagsausschüssen komme. Im Übrigen „gehen wir unseren Weg, und welchen Weg Herr Berger geht, ist uns egal", sagt die Oberbürgermeisterin. Mit den Kommunen im Umland gebe es jedenfalls eine gute Zusammenarbeit. Zudem werde Borna in den nächsten Jahren auf Vordermann gebracht, weshalb sie die Bemerkungen aus Grimma keineswegs aus der Ruhe brächten.

Nikos Natsidis

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