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Borna Größter Erfolg der Vereinsgeschichte: Bornaer Volleyballerinnen sind Sechster
Region Borna Größter Erfolg der Vereinsgeschichte: Bornaer Volleyballerinnen sind Sechster
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17:16 09.04.2017
Claudia Göbel (rechts) schlägt den Ball durch den Gothaer Block. Quelle: Norman Hertwig
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Borna

Den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte in der Regionalliga Ost der Frauen haben die Volleyball-Damen des SV Einheit Borna perfekt gemacht. Sie feierten am Sonnabend einen 3:0-Heimsieg (25:19, 25:18, 25:21) gegen den VC Gotha und beenden damit die Regionalliga-Saison als Tabellensechster – besser als je zuvor.

Das Finale hatte jedoch zwei Gesichter. Auf der einen Seite ein stimmungsvoller Abschied aus der Saison mit einem klaren Erfolg vor 90 lautstarken Zuschauern (1300 waren es während der gesamten Saison) und einem Einheit-Quiz mit vielen tollen Preisen. Andererseits kam der Einheit-Sechser nie richtig in Fahrt, wirkte schläfrig und unkonzentriert. Die Zahnrädchen griffen nicht ineinander, sondern hakten des Öfteren.

Dass es zum Schluss dennoch zum Sieg reichte, ist dem schon rein körperlich deutlich unterlegenen Gegner zu verdanken, der zwar ritterlich kämpfte, sich jedoch im Schnitt zu viele Eigenfehler leistete. Ein sehr gutes Spiel zeigte Gaby Woithon, die im Angriff druckvoll agierte, mit einer stabilen Annahme glänzte und kaum Eigenfehler beging. Die meisten Punkte steuerte Claudia Breitkreuz bei (zehn Angriffserfolge und fünf Aufschlagwinner).

Das Spiel startete aus Einheit-Sicht suboptimal. Gotha konnte auf 1:5 davoneilen. Die erste Auszeit von Trainer Sebastian Schroth zeigte Wirkung. Mit Woithon im Aufschlag gelang die 6:5-Führung. Im weiteren Verlauf gewann Einheit nicht an Sicherheit, das flexible Angriffsspiel der letzten Auftritte konnte nicht umgesetzt werden. Nach einem druckvollen Longlineangriff von Woithon wechselte Claudia Breitkreuz zum Service und leitete mit ihrem an diesem Tag stärksten Element die Vorentscheidung zum 19:10 ein. Doch Gotha überraschte immer wieder mit kurz geschlagenen Hinterfeldangriffen. Als Jessika Richter ins Spiel kam, fügte sie sich nahtlos ein und servierte zum 24:18. Noch jeweils ein Pünktchen, und schon war der Satz mit 25:19 Geschichte.

Bornas Coach forderte in der Pause mehr Leidenschaft in den Aktionen. Die kritischen Worte halfen bedingt, denn auch der zweite Satz startete mit einem 1:5-Rückstand. Die Aufholjagd gelang diesmal nicht so leicht, erst Woithon sorgte mit starken Aufschlägen für den 15:15-Ausgleich. Ein Doppelwechsel mit Lisa Wendler und Grit Taubert sollten Maxi Klupsch und Claudia Göbel eine Verschnaufpause bringen. Bald war der Sack zugemacht zum 25:18.

Im dritten Satz dominierte Einheit von Beginn an und konnte durch Klupsch mit 4:0 in Führung gehen. Die Gäste konterten zum 4:4, ehe Woithon und ein druckvoller Einbeiner von Constanze Thomas für das 7:4 sorgten. Beim 7:6 kam Richter für Thomas ins Spiel, zeigte einen druckvollen Aufsteiger und servierte eifrig zum 9:7. Ein guter Wechsel für die Delitzscherin. Der weitere Spielverlauf war wechselhaft mit starken Angriffen und platzierten Legern, aber auch Absprachefehlern und ungenauer Feldabwehr. Beim 21:15 kam Laura Wünsche für Bobilow zum Zug, doch eine unkonzentrierte Phase zwang Schroth beim 21:18 zum Rückwechsel. Beim 22:18 kam es erneut zum Doppelwechsel mit Wendler/Taubert, der abermals erfolgreich war. Eine Finte von Taubert beendete mit einem 25:21 die Partie zum Heimerfolg.

Fazit: Der sechste Platz zum Abschluss der dritten Regionalligasaison ist ein Riesen-Erfolg, gerade unter den Umständen, dass sechs Neuzugänge integriert wurden. Unbedingt muss die Leistung von Alexandra Kulik gewürdigt werden. Sie stieß erst im September zum Team, hat sich mit viel Leidenschaft und Ehrgeiz an das Regionalliganiveau rangekämpft und war zuletzt in vielen Spielen ein absoluter Rückhalt in Annahme und Feldabwehr. Der Spieltag selber hätte besser laufen können, nein sogar müssen.

Einheit Borna: Maxi Klupsch (C), Laura Wünsche, Claudia Breitkreuz, Claudia Göbel, Alexandra Kulik (L), Lisa Wendler, Christin Bobilow, Grit Taubert, Gaby Woithon, Jessika Richter und Constanze Thomas.

Von Sebastian Schroth

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