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Borna Groitzsch: 4000 Besucher und 800 Musiker
Region Borna Groitzsch: 4000 Besucher und 800 Musiker
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11:04 18.09.2018
Zu den Landesmeisterschaften gehört das gemeinsame Spiel aller Vereine. Quelle: Julia Tonne
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Groitzsch

Schwenkung, Koppel, Hauptpunkte eins, zwei, drei, Schweife und Strafskala: Was für viele nach böhmischen Dörfern klingt, war am Wochenende in Groitzsch allerorten zu hören. Rund 800 Musiker und 4000 Besucher verwandelten die Stadt zum Mekka des Sächsischen Landesmusikfestes. Und der ausrichtende Verein, die Groitzscher Spielleute, hatte sich bei der Organisation selbst übertroffen. Selbst das Wetter hatten die Musiker passend bestellt.

Es war ein Wochenende mit vielen Höhepunkten, „mit geballten Ereignissen“, wie es Groitzschs Bürgermeister Maik Kunze (CDU) als Schirmherr zum Ausdruck brachte. Allerdings auch mit vielen Neuerungen, wie Heiko Krumbholz, Vorsitzender des örtlichen Spielmannszugs, erklärte. Zu den unzähligen Höhepunkten gehörten unter anderem die Landesmeisterschaften der erwachsenen und Nachwuchs-Spielleute, die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft, die im nächsten Jahr in Osnabrück stattfindet, die Landesmeisterschaften der Fanfarenzüge und Schalmeienorchester sowie das Drumshowspektakel.

Meisterschaften der Spielmannszüge

Allein die Meisterschaften auf Landesebene bei den Spielmannszügen waren ein Highlight für sich. Neun Vereine aus Dresden, Freital, Lommatzsch, Mutzschen, Nossen, Radeberg, Wurzen, Zabeltitz und Kleinröhrsdorf waren angetreten, um Höchstwertungen für sich zu erkämpfen. Doch an der Stelle gab es ein Novum: Die Wertungsrichter zeigten weder nach dem Pflicht- noch nach dem Kürdurchlauf der jeweiligen Züge ihre Punktzahlen an. Ungewohnt für die Kenner der Szene.

Spannung bis zur Siegerehrung

„Das ist schon komisch, nach den Durchgängen gar nicht mehr zu erfahren, wer in welchen Hauptpunkten welche Ergebnisse bekommen hat“, sagte Peter Seifert, Trommler bei den Lommatzscher Spielleuten. Erst mit der Siegerehrung war zu erfahren, wie die Wertungsrichter Melodie-, Rhythmusinstrumente und Marschordnung beurteilt hatten.

Was zunächst kunterbunt aussieht, sortiert sich wieder: Die Vereine, hier die Spielleute aus Nossen, zeigen eine Kehrtwende. Quelle: Julia Tonne

Eine andere Neuigkeit: Die Jury gab sich nicht mehr mit einer Schwenkung beim Marschieren zufrieden, sondern wollte zudem einen Counter sehen, also eine Kehrtwende. „Verschiedene Schwenkungen werden immer beliebter, zudem sind sie auch auf internationaler Ebene verstärkt zu sehen“, begründet Krumbholz.

Bei allen drei Hauptpunkten hatte schließlich der Verein aus Radeberg die Nase vorn, sicherte sich souverän den Landesmeistertitel vor Mutzschen und Zabeltitz. Die Groitzscher Spielleute, die die Landesmeisterschaft ausgelassen und sich dafür auf die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft konzentriert hatten, waren hierbei erfolgreich. Hinter Mittenwalde und Hettstedt kamen sie auf Platz drei und damit auf die Liste der Vereine, die 2019 um den Titel Deutscher Meister kämpfen.

Etliche Besucher ließen sich das Musikspektakel nicht entgehen. Quelle: Julia Tonne

Für Krumbholz, selbst Trommler bei den Groitzscher Spielleuten, also ein großartiger Erfolg. Wobei der Verein nicht nur musikalisch am Wochenende überzeugte, sondern auch als Organisator einer Großveranstaltung. „Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Akribie alles vorbereitet wurde“, sagt Kunze.

Lob von den Gästen für die Organisation

Lob kam auch von Seiten der Zuschauer und teilnehmenden Vereine. „Ob Essen, Unterbringung oder Ablauf: es hat wirklich alles wie am Schnürchen geklappt“, machte die Lommatzscher Flöterin Katja Lochert deutlich. Wobei Krumbholz das Lob an die Stadt weitergab. Die Unterstützung der Stadtverwaltung sei überragend gewesen, „und der Bauhof stand Kopf, um uns zu helfen“.

Von Julia Tonne

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