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Groitzsch: Abriss am alten Bahnhof

Groitzsch: Abriss am alten Bahnhof

Die Unterführung und der mittlere Bahnsteig des alten Groitzscher Bahnhofs sollen abgerissen werden. Das beschloss der Stadtrat am Donnerstagabend. Beantragt wird eine Förderung aus dem Programm Brachflächenrevitalisierung.

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Als Groitzsch noch ans Bahnnetz angeschlossen war, ging es hier zu den Zügen nach Leipzig, Pegau und Neukieritzsch. Die Unterführung soll demnächst abgerissen werden.

Quelle: C. CarellDomröse

Groitzsch. "Für den alten Güterbahnhof haben wir den Abrissantrag bereits gestellt", sagte Bürgermeister Maik Kunze. Das Projekt sei ins Förderprogramm aufgenommen worden, es müssten nur noch einige Schriftstücke nachgereicht werden. Der Stadtchef geht davon aus, dass der Güterbahnhof noch dieses Jahr abgerissen wird.

Bei Gesprächen mit Interessenten für die frei werdende Fläche wurde angefragt, was denn mit dem übrigen ehemaligen Bahngelände wird. Daher sei entschieden worden, auch den mittleren Bahnsteig und die Unterführung zu beseitigen und die dafür mögliche Förderung zu nutzen. Das könnte im nächsten Jahr realisiert werden. "Danach kann man das Gelände vernünftig vermarkten", so Kunze. Interessenten haben bereits wegen Wohnbebauung angefragt.

So mancher bedauert es noch heute sehr, dass in den 1990er Jahren entschieden wurde, dass Groitzsch keine Bahnverbindung mehr hat. Die Stadt musste sich damals überlegen, wie sie das Areal künftig gestalten will. 2002 kaufte sie für 64 000 Euro den Bahnhof. Ein Teil der alten Anlagen wurde schon in jenem Jahr abgerissen. Im historischen Bahnhofsgebäude war eine "Wiederbelebung" als Kinder- und Jugendtreff geplant. Damit beschäftigte sich damals auch eine Diplomarbeit von Studenten der HTWK Leipzig. Doch die Idee funktionierte in der Praxis nicht so richtig. Schließlich wurde 2004 das Gebäude als Wohn- und Ärztehaus saniert und umgebaut.

Ärger gab es im November 2008, als die Deutsche Bahn AG ohne Genehmigung die rund 120 Jahre alte Bahnsteigüberdachung abreißen ließ. Der Baustopp kam zu spät. Das Unternehmen gab damals an, nicht gewusst zu haben, dass die Überdachung unter Denkmalschutz steht. Zum Ärger der Groitzscher.

Als Erinnerung an ihren Bahnhof haben sie bald nur noch das schöne Bahnhofsgebäude und und links davon eine kleine historische Überdachung aus Holz.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.07.2014
Carell-Domröse, Claudia

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