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Borna Groitzsch: Familien bauen an der Straße „Zum Wiesenblick“
Region Borna Groitzsch: Familien bauen an der Straße „Zum Wiesenblick“
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16:23 03.03.2017
Erschließung im Wohnbaugebiet Wiesenblick in Groitzsch. Quelle: Julia Tonne
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Groitzsch

Den Ausgaben für das neue Groitzscher Wohnbaugebiet „Wiesenblick“ stehen immer mehr Einnahmen gegenüber. In der Sitzung am Donnerstagabend haben die Stadträte den Verkauf von zwei weiteren Grundstücken entlang der ehemaligen Bahnlinie nördlich der Bahnhofstraße abgenickt. Die Erwerber kommen in einem Fall aus der Schusterstadt selbst, im zweiten wohnen sie derzeit in Leipzig.

Immerhin können dadurch reichlich 100 000 Euro in die Stadtkasse fließen – wegen des für die ländliche Region doch beachtlichen Verkaufspreises von 105 Euro pro Quadratmeter, unter anderem wegen kostentreibender Naturschutzforderungen. Damit sind nun zwölf von 25 Bauplätzen dieses Areals an den Mann, respektive die Familie gebracht; wobei noch einige Notarverträge ausstehen.

Allerdings werden drei Viertel des Geldes aus diesen zwei Verkäufen gleich in einem – beinahe im Wortsinne – Loch verschwinden. Die Archäologen, die das Gebiet länger als geplant auf Überreste einer frühen Besiedlung untersucht hatten, haben neue Rechnungen gestellt. „Für ihre Aufwendungen gibt es Nachträge von 75 000 Euro – bislang“, sagte Bürgermeister Maik Kunze (CDU).

Inzwischen läuft die Erschließung des Geländes auf Hochtouren. Die Firma Reif Baugesellschaft aus Schkeuditz, mit Niederlassung in Tautenhain, sorgt mit Tiefbauarbeiten für Schmutz- und Regenwasserkanal sowie weitere Medien. Fertig ist der Anschluss an den Hauptsammler. „Da der aber unter den Wiesen dahinter, unter landwirtschaftlichen Nutzflächen liegt, war auch das recht bürokratisch. Das musste nicht nur mit den Eigentümern und Pächter geklärt, sondern auch mit dem Landwirtschaftsamt abgestimmt werden“, so Kunze.

Um keine Überraschungen zu erleben und die städtische Investition in ein Wohngebiet zu rechtfertigen, sichert sich die Kommune in den Verträgen mit den Häuslerbauern ab. Es werden eine Bau- und Nutzungsverpflichtung sowie ein Veräußerungsverbot festgeschrieben. Demnach soll spätestens drei Jahre nach der Beurkundung ein bezugsfertiges Wohngebäude errichtet sein, das dann mindestens zehn Jahre der Erstwohnsitz des Erwerbers sein muss.

Elf kommunale Grundstücke sind noch frei, teils gibt es bereits Interessenten. Hinzu kommen zwei kirchliche Parzellen, die in Erbbaupacht genutzt werden können. Hier hatte die Stadt einen Flurstücks­tausch vorgenommen, in den die Kirchgemeinde eine 8900 Quadratmeter große Fläche im Gewerbegebiet am südlichen Ortseingang (zwischen Bundesstraße 176 und ehemaliger Bahnlinie) eingebracht hatte. „Dafür hat und hätte sich kein Investor gefunden, weil die Kirche nicht verkauft“, sagte der Bürgermeister der LVZ. Vielleicht gehe es nun etwas besser.

Für die Grundstückskäufer im Wohnbaugebiet ist jetzt auch der Straßenname ihrer künftigen Adresse klar. Der Stadtrat blieb dicht an der bisherigen Arbeitsbezeichnung und wählte „Zum Wiesenblick“ aus. Das müsse unter anderem Polizei, Abfallwirtschaft, Post und Vermessungsamt bekanntgegeben werden, so Maik Kunze. Wie die Verteilung der Hausnummern erfolgt, steht aber noch nicht fest.

Von Olaf Krenz

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