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Borna Groitzsch: Natursteinbrücke über die Schnauder in Wischstauden wird saniert
Region Borna Groitzsch: Natursteinbrücke über die Schnauder in Wischstauden wird saniert
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00:17 22.08.2017
Im Groitzscher Ortsteil Wischstauden wird die Schnauderbrücke saniert. Quelle: Jens Paul Taubert
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Groitzsch

Gut vier Jahre nach dem verheerenden Hochwasser von 2013 steht nun der Baustart für das letzte kommunale Groitzscher Vorhaben der Schadensliste kurz bevor. Mit der Erneuerung der Schauderbrücke im Zuge der Brösener Straße im Ortsteil Wischstauden werden schließlich mehr als zwei Dutzend Projekte mit einem Kostenvolumen von rund vier Millionen Euro ihr Ende finden. Auf die öffentliche Ausschreibung zu diesem Abschluss hatten sich drei Unternehmen beworben. Der Stadtrat erteilte kürzlich den Zuschlag. In den nächsten Tagen sollen die rund zweimonatigen Arbeiten beginnen.

Die kleine Wischstaudener Brücke wird von der Firma Heli Transport und Service aus Schmölln erneuert. Mit ihrem Angebot von 91 900 Euro können etwa 25 Prozent gegenüber den berechneten Kosten gespart werden; wobei der Freistaat wegen des Hochwassersbezugs die gesamte Summe fördert. Rund drei Viertel mehr hingegen wollte der dritter Bieter haben (163 200 Euro), sodass der Abgeordnete Andreas Zielke (CDU) bei der Vergabe in der Stadtratssitzung nach Gründen für die „großen Preisunterschiede“ fragte. „Ausschreibungsergebnisse sind immer Überraschungspakete“, entgegnete Bauamtsleiter Dirk Schmidt nur. Mit Heli habe die Stadt gute Erfahrungen ge­macht, unter anderem bei den Brücken über den Schnaudermühlgraben am Wasserschloss Audigast sowie über die Schwennigke und den Schwennigkemühlgraben bei Kleinprießligk. „Aber letztlich können wir bei solchen Bauwerken nie sicher sein, ob es nicht aufgrund unerwarteter Bedingungen im Untergrund Nachträge gibt.“ Diesmal jedoch eher nicht, da im Bestand saniert werde.

Die Stirnwände der Brücke, also der Oberbau, werden bis auf ihr Natursteingewölbe abgetragen, erläuterte Manja Zschocke auf LVZ-Anfrage. Sie ist die Projektplanerin vom Ingenieurbüro für Baustatik Gunter Härtling aus Lehndorf (Nobitz). Bei der Sanierung des Gewölbes werde unter anderem neu verfugt, um den kraftschlüssigen Verbund zu sichern. Die neuen Stahlbetonstirnwände erhalten eine Natursteinoptik. Auf der Abdichtung wird dann die Fahrbahn neu aufgebaut, mit 5,60 Meter Breite und 6,30 Meter Länge. Das Geländer erhalte auf beiden Seite ein Groitzscher Wappen. Und damit das Regenwasser ordentlich abfließen kann, werden Kaskaden aus Natursteinen geschaffen. Eingriffe in die Natur dieses Bereichs im Landschaftsschutzgebiet, darauf legte Zschocke wert, sind nicht erforderlich.

Das Bauzeitende werde in der zweiten Oktoberhälfte liegen, kündigte Bauamtsleiter Schmidt an. Eine Behelfsbrücke für Fußgänger, wie von Stadtrat Kai Ludwig (FDP) nachgefragt, werde es nicht geben. Die Bewegung geht durch die Gartenanlage, das ist mit dem Vorstand abgestimmt, so Schmidt. Dann dürfe dort aber nicht zugeparkt werden und müssten kleine Hinweisschilder aufgestellt werden, wurde aus dem Kreise der Abgeordneten verlangt. Die Umleitung für Fahrzeuge wird über die Kippenrandstraße geführt, ergänzte der Amtsleiter. Da der Begegnungsverkehr an einer engen Stelle in Richtung Kobschütz/Audigast recht schwierig ist, sei dort eine Ampelregelung angedacht worden.

Von Olaf Krenz

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