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Borna Groitzsch bekommt Fördermittel für schnelles Internet
Region Borna Groitzsch bekommt Fördermittel für schnelles Internet
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17:19 15.03.2016
Die Stadt Groitzsch bekommt für den Breitbandausbau vom Freistaat Fördermittel in Höhe von 240 000 Euro. Quelle: dpa
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Groitzsch

Die Stadtverwaltung Groitzsch freut sich dieser Tage über ein Schreiben, das Bürgermeister Maik Kunze (CDU) sozusagen auf den Schreibtisch flatterte. Darin werden der Stadt mehr als 240 000 Euro Fördermittel für den Ausbau der Breitbandversorgung im gesamten Stadtgebiet bewilligt.

Diese Zusage dürfte vor allem bei den Einwohnern von Hohendorf, Langenhain, Oellschütz, Nehmitz-Kleinhermsdorf, Berndorf, Obertitz, Cöllnitz, Nöthnitz und Hemmendorf Jubel auslösen. Denn mal eben ein Hotelzimmer buchen oder mehrere Fotos gleichzeitig verschicken, erforderte bisher jede Menge Geduld. Draußen vergingen nebenbei die Stunden.

Bereits in den vergangenen Stadtratssitzungen war die bisher mangelhafte Versorgung mit schnellem Internet immer wieder ein Thema. Bei den Räten herrschte daher Einigkeit, dass in den Ortsteilen entweder die bestehende Versorgungslücke geschlossen oder die Leistungsfähigkeit verbessert werden müsse.

Eine Untersuchung im Rahmen der Digitalen Offensive Sachsen hatte ergeben, dass in den genannten Ortsteilen der dringendste Bedarf besteht, deshalb ist auch der Fördermittelantrag für diese zuerst gestellt worden. Insbesondere ist es der Stadtverwaltung wichtig, dass eine Versorgung mit bis zu 50 Mbit erreicht wird. Mitte 2015 betrug die Versorgung mit mindestens 50 Mbit/s in der Stadt Groitzsch nur 5,8 Prozent.

Mit den Mitteln aus dem Landesprogramm „Digitale Offensive Sachsen“ soll das Hochgeschwindigkeitsbreitbandnetz noch in diesem Jahr in Groitzsch realisiert werden. Der Beauftragte der Staatsregierung für Digitales, Staatssekretär Stefan Brangs, freut sich indes über das Engagement der Stadt. „Nur gemeinsam mit den Kommunen vor Ort kann der Freistaat seine Ziele beim Breitbandausbau erreichen. Hier liegt noch ein langer, anstrengender Weg vor uns allen“, macht er deutlich. Dort, wo sich der Ausbau für die Telekommunikationsunternehmen wirtschaftlich nicht rechne, unterstütze der Freistaat Breitbandprojekte mit Fördermitteln.

Die Stadt Groitzsch war laut Kunze bereits eine der ersten Kommunen, die von der Förderung durch das Programm „Integrierte ländliche Entwicklung“ (ILE) in diesem Bereich profitieren konnte. „Erste Erfolge konnten wir dadurch schon verzeichnen, aus denen sich wiederum Folge-Initiativen der Netzbetreiber ergeben haben“, sagt der Rathauschef. Dank der Digitalen Offensive Sachsen könne die Stadt nun im nächsten Schritt weitere Lücken mit Hochgeschwindigkeitsinternet schließen.

Um den Ausbau realisieren zu können, muss die Kommune 25 Prozent Eigenmittel zur Finanzierung beisteuern. Laut Andreas Müller von der Stadtverwaltung belaufen sich die Kosten für den Ausbau auf insgesamt 321 000 Euro. Bleiben also abzüglich der Fördermittel vom Freistaat noch rund 80 000 Euro, die die Stadt tragen muss und die bereits im Haushalt für dieses Jahr eingestellt sind.

Von Julia Tonne

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