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Borna Groitzsch bohrt Brunnen für bessere Löschwasserversorgung
Region Borna Groitzsch bohrt Brunnen für bessere Löschwasserversorgung
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20:31 17.02.2016
Um die Löschwasserversorgung in den Groitzscher Ortsteilen zu gewährleisten, lässt die Stadt Brunnen bohren. In Nöthnitz ist der Brunnen von Relevanz, da der Teich keinen Zulauf mehr hat und bereits einen halben Meter Wassersäule verlor. Quelle: Julia Tonne
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Groitzsch

Schweres Gerät arbeitet sich dieser Tage durch den matschigen Boden am Dorfteich im Groitzscher Ortsteil Nöthnitz. Hier entsteht einer von insgesamt 16 Löschwasserbrunnen im Stadtgebiet. Die Investition ist notwendig geworden, da die früheren Löschteiche in den Ortschaften zu wenig Wasser führen oder es schlicht an geeigneten Aufstellflächen für die schweren Fahrzeuge der Feuerwehren mangelt.

In Nöthnitz greift der erste Grund. „Der Teich hat in den vergangenen Jahren einen halben Meter an Wassersäule verloren“, erklärt Brandschutzprüfer Lutz Delling. Zudem gebe es keinen Zulauf mehr. Denn die Straßenentwässerung erfolge gesondert und auch das Einleiten aus den früheren Klärgruben sei mittlerweile verboten. „Der Nöthnitzer Teich ist ein sogenannter Himmelsteich, das heißt, er wird nur noch durch Regen und Schnee gespeist.“

Für die Feuerwehr bedeutet das im Notfall, dass zu wenig Löschwasser verfügbar ist. Deshalb wolle die Stadt in den Ortsteilen die Versorgung damit über die Brunnen gewährleisten. In etwa einer Woche ist der Nöthnitzer Brunnen fertig. Er reicht rund 50 Meter tief und wird mit einer zusätzlichen Pumpe ausgestattet, da die Pumpen an den Feuerwehrfahrzeugen meist nur bis zu neun Meter tief kommen. Zwischen 20 000 und 25 000 Euro kostet ein Brunnen, wenn dieser mit einer Zusatzpumpe ausgestattet ist.

Ist der Brunnen in Nöthnitz fertig, werden die in Medewitz und Kleinhermsdorf in Angriff genommen. Damit ist die bereits die Hälfte der geplanten Brunnen fertig oder in Arbeit. Weitere acht sollen in diesem Jahr folgen, allerdings wartet die Stadt noch auf einen positiven Bescheid auf Fördermittelanträge.

Auch an anderer Stelle geht es in Groitzsch vorwärts. Die Schlämmung des Mühlgrabens ist bereits in vollem Gange. Die Arbeiten am ersten Abschnitt zwischen Brösener Wehr und Bundesstraße 176 könnten in etwa zwei Wochen abgeschlossen sein. Für den zweiten Bauabschnitt zwischen der B 176 und der Mündung in die Schnauder seien noch enge Absprachen mit dem Landratsamt und der Naturschutzbehörde notwendig, macht Steffen Löbig deutlich, bei der Stadtverwaltung zuständig für Hochbau, Umwelt, Gewässer, Grünflächen. Er rechnet jedoch nicht damit, dass vor dem Sommer mit dem zweiten Abschnitt begonnen werden kann.

Die Schlämmung auf dem etwa 3,5 Kilometer langen Abschnitt des Mühlgrabens sei erforderlich gewesen, da laut Löbig längst kein Wasser mehr in Groitzsch ankomme und die Sedimentschicht mittlerweile einen halben Meter dick sei. Etwa 82 000 Euro kostet die Maßnahme. Die Summe übernimmt vollständig die Mibrag, mit der die Stadt einen Nachbarschaftsvertrag abgeschlossen hat.

Von Julia Tonne

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