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Groitzsch erneuert für Viertelmillion Euro zwei kleine Brücken bei Kleinprießligk

Nach Hochwasserschäden Groitzsch erneuert für Viertelmillion Euro zwei kleine Brücken bei Kleinprießligk

Am Rande von Kleinprießligk hat die Stadt Groitzsch am Donnerstag zwei kleine Brücken offiziell übergeben. Diese wurden nach Schäden vom Hochwasser 2013 für rund eine Viertelmillion Euro erneut. Damit stehen nur noch zwei von insgesamt 27 Projekten aus, die aufgrund der verheerenden Fluten erforderlich wurden.

Übergabe der Schwennigkenbrücke am Rande von Kleinprießligk, deren Vorgänger beim Hochwasser 2013 arg in Mitleidenschaft gezogen wurde (v. li.): Planerin Andrea Prendel und Chef Gunter Härtling vom Ingenieurbüro für Baustatik aus Lehndorf, Bauleiter Eric Hesselbarth von der Baufirma Heli Transport und Service GmbH aus Schmölln sowie der Groitzscher Bauamtsleiter Dirk Schmidt.

Quelle: Jens Paul Taubert

Groitzsch/Kleinpriessligk. Zwei schmale Rinnsale fließen wenige Meter westlich von Kleinprießligk entlang. Als könnten die Schwennigke und der Schwennigkemühlgraben kein Wässerchen trüben. Von der Weißen Elster ist nichts zu sehen. Und doch hatte 2013 das Hochwasser hier in der Aue wochenlang gestanden und die zwei kleinen Brücken schwer in Mitleidenschaft gezogen. Drei Jahre später sind sie für gut eine Viertelmillion Euro erneuert und am Donnerstag offiziell freigegeben worden.

Es ist eine kleine, aber nicht gerade feine Straße, die von der Ortsdurchfahrt, der Staatsstraße 65, an der Milchtankstelle vorbei zu den Feldern und Wiesen führt. „Sie wird vor allem vom Landwirtschaftsbetrieb genutzt, aber auch von Radlern und Fußgängern. Für Autofahrer gibt es dort kein Ziel“, erklärte der Groitzscher Bauamtsleiter Dirk Schmidt. „Die Brücken mussten neu gemacht werden, weil sie die einzige Chance für die Bauern sind, zu ihren Flächen zu kommen. Sonst ist der Umweg riesig.“ Die Übergänge seien vom Hochwasser gut einen Meter überspült gewesen und dadurch beschädigt worden, trotzdem wurden sie danach noch genutzt. Gunter Härtling vom Ingenieurbüro für Baustatik aus Lehndorf (Ortsteil von Nobitz, Altenburger Land) ergänzte: „Die Widerlager und die Brückenaufbauten waren kaputt. Zudem war die Nutzungsdauer überschritten. Da war trotz mehrfacher Ertüchtigung ein Neubau fällig.“

In die Planung, die Härtlings Mitarbeiterin Andrea Prendel ausführte, flossen unter anderem ein Baugrund- und ein ökologisches Gutachten ein. „Außerdem hat uns die Öko-Station Borna-Birkenhain auch beim Bau begleitet, weil wir hier im Landschaftsschutzgebiet ,Elster­aue‘ sind“, sagte Amtsleiter Schmidt. „Und das lief reibungslos.“

Die zwei Projekte waren zwar einzeln ausgeschrieben worden. Doch da die Firma Heli Transport und Service aus Schmölln für beide Lose den Zuschlag erhielt, ergaben sich lauf ihrem Bauleiter Eric Hesselbarth Synergieeffekte. „So konnten wir parallel an beiden Stellen bauen.“ Über die Schwennigke errichtete das Unternehmen eine Fertigteilbrücke mit 4,50 Meter Breite zwischen den Borden, für die Gesamtkosten von rund 140 000 Euro fällig werden. Den Mühlgraben überspannt jetzt eine Zweigelenkrahmenbrücke für insgesamt circa 120 000 Euro. Die Gelder werden komplett aus Fördermitteln des Freistaates Sachsen bezahlt. Etwa drei Wochen dauerte der Brückenbau. In dieser Woche wurde noch der Asphalt aufgebracht.

Aufgrund behördlicher Auflagen sind die neue Brücken etwas höher angelegt, was bei der An- und Abfahrt aber kaum zu spüren ist, sagte Chefplaner Härtling. „Sie haben eine prognostizierte Lebensdauer von 100 Jahren. Selbst ein neuerliches Hochwasser dürfte ihnen eigentlich nichts anhaben.“

Für die Stadt Groitzsch stehen damit nur noch zwei Vorhaben bei der Beseitigung von Schäden des Hochwassers 2013 aus. In der Stadtratssitzung am 3. November soll der Bauauftrag für die Schnauderbrücke in Brösen vergeben werden. Der Arbeitsbeginn ist noch für dieses Jahr geplant, so Dirk Schmidt. Und für 2017 steht zum Abschluss die Schnauderbrücke in Wischstauden auf dem Programm. „Dann sind wir mit unseren 27 Maßnahmen für rund vier Millionen Euro durch“, erklärte der Bauamtsleiter.

Von Olaf Krenz

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