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Borna Groitzsch feiert 800 Jahre Stadtrecht
Region Borna Groitzsch feiert 800 Jahre Stadtrecht
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20:12 29.11.2012

Doch entweder ist die Urkunde nie ausgestellt worden oder sie verschwand in den Wirren der letzten 800 Jahre.

So einigte man sich jetzt, auf eine Veröffentlichung von Christian Schöttgen aus dem Jahre 1749 zur „Geschichte des Klosters zu Pegau und Codex Probatioum" zurückzugreifen. Dort schrieb der Autor zum Jahr 1214: „Endlich ließ er (Markgraf Dietrich zu Meißen) beym Schloß Groitzsch ein Dorff oder Flecken anlegen, gab ihm Marck- Zoll- und Müntz-Gerechtigkeit, und verbot allen Landleuten von selbiger Seite, daß sie nicht nach Pegau, sondern nach Groitzsch gehen, und daselbst kauffen solten."

Die Heimathistoriker gehen davon aus, dass damit das damalige Dorf Groitzsch zur Stadt wurde. 800 Jahre später soll dies gefeiert werden. „Wir haben schon im Vorfeld mit den Vereinen gesprochen, ob sie solch eine Veranstaltung mittragen", sagte Bürgermeister Maik Kunze. Denn ohne die Vereine gehe nichts. Das Echo war positiv. In der vergangenen Woche startete die erste Beratung, bei der Stadtverwaltung, Schulen, Kindergärten, Hort und viele Vereine am Tisch saßen. Resümee: Vier Arbeitsgruppen sollen ein gutes Konzept zum großen Fest schmieden.

Ein Datum steht noch nicht fest. Doch soll sich dieses Jubiläum auch nicht nur auf ein einziges Wochenende im Jahr 2014 konzentrieren. „Wir wünschen uns, dass unter dem Motto ‚800 Jahre Stadtrecht Groitzsch‘ im gesamten Jahr verschiedene Veranstaltungen stattfinden", sagte der Stadtchef. Die Kommune solle dies Jubiläum nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen, es habe ja nicht jede Stadt schon so lange ein Stadtrecht. Die nächste Zusammenkunft der vielen Organisatoren ist im Februar geplant.

Damit keine Verwirrung entsteht: 1989 feierte Groitzsch 950 Jahre Ersterwähnung. Damit hat es nach wie vor seine Ordnung. Denn das kleine Dorf Groitzsch am Fuße der Burg wurde 1039 zum ersten Mal in den Pegauer Annalen schriftlich erwähnt. Das kommende Jubiläum gilt allein dem Stadtrecht, mit dem Groitzsch dank Markt- und Münzrecht wachsen konnte.

Dietmar Schäfer

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