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Borna Groitzsch halbiert Stromverbrauch mit LED-Straßenlaternen
Region Borna Groitzsch halbiert Stromverbrauch mit LED-Straßenlaternen
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12:02 16.05.2018
Kleines Teil – große Wirkung: Mit solchen LED-Leuchten werden in Groitzsch die Straßenlaternen ausgerüstet. Zwischenzeitlich wurden der Stromverbrauch halbiert und die Kosten um 40 Prozent gesenkt. Quelle: Olaf Krenz
Groitzsch

In manchen Kommunen wird Strom gespart, indem nachts die Straßenbeleuchtung abgeschaltet ist. Groitzsch will aber auch im Dunkeln „helle“ sein. Deshalb werden seit 2013 die Lampen auf moderne Technik umgerüstet. An der Mehrzahl der Masten weist schon ein Aufkleber darauf hin:

Nach der Umrüstung erhalten die Straßenlaternen den Aufkleber „Stadt Groitzsch ist helle mit LED“. Quelle: Olaf Krenz

„Stadt Groitzsch ist helle mit LED“. Die Nutzung von Leuchtdioden (englisch: light-emitting diode, LED) hat den Stromverbrauch in diesem Bereich nahezu halbiert – und freut den Kämmerer. Die Kosten für die Straßenbeleuchtung sind bereits um 40 Prozent gesunken. Weitere Einsparungen werden folgen.

Fast nebenbei hatte Dirk Schmidt, Sachgebietsleiter der Bauverwaltung im Groitzscher Rathaus, kürzlich die Stadträte des Technischen Ausschusses über diesen Aspekt informiert. Für die letzten erforderlichen 550 LED-Lampen solle ein Kostenvoranschlag eingeholt werden. Die Umrüstung mache sich für die Stadt bezahlt. Allein im Vorjahr konnten 40 000 Euro gegenüber 2016 eingespart werden. Dabei seien bisher für rund 1200 neue Leuchten knapp 55 000 Euro ausgegeben worden. Damit habe sich nach etwa zwei Jahren der Kaufpreis amortisiert, einschließlich der Summe für die noch ausstehenden Exemplare.

Bauhof-Mitarbeiter Mario Zetzsche ist als „Stadtelektriker“ für den Wechsel von HQL-Lampen (Hochdruck-Quecksilberdampf-Lampe) auf LED-Leuchten verantwortlich. Quelle: Olaf Krenz

Der eigentliche Herr der Groitzscher Straßenlaternen ist Bauhof-Mitarbeiter Mario Zetzsche. Der „Stadtelektriker“ hat jeden einzelnen Wechsel des Leuchtmittels vorgenommen und wird das auch bei den restlichen tun. „Zehn bis 15 Minuten benötige ich zum Umstellen“, sagt er. Je nach Laternenhöhe steigt er dazu auf die Leiter aus dem Auto beziehungsweise die Hebebühne, die gerade erneuert wurde. Die sogenannten Vorschaltgeräte baut er aus, die sind nicht mehr nötig beim neuen Element. „Das ist alles integriert.“

Eine bisherige HQL-Lampe (Hochdruck-Quecksilberdampf-

Bei manchen Straßenlaternen reicht Mario Zetzsche die Leiter, bei anderen benötigt er die Hebebühne. Quelle: Olaf Krenz

Lampe) hat eine Leistung von 125 Watt. „Bei der LED-Leuchte sind es 22 Watt.“ Die müsse sich nicht erst erwärmen für die volle Leuchtkraft. Und trotzdem strahle sie heller, mit weißerem Licht. Bis auf einen kleinen Rest in Großpriesligk sind die Dörfer umgerüstet, sagt Zetzsche. „Inzwischen setze ich das im eigentlichen Stadtgebiet fort. Wenn eine alte Lampe kaputt ist, wird gleich umgerüstet.“

Die erste Serie damals hatte eine schlechte Qualität, erinnert er sich. „Wir mussten alle 124 Stück tauschen. Zum Glück gibt uns der Händler drei Jahre Garantie.“ Seitdem ist wohl nur ein knappes Dutzend kaputtgegangen. „Eine Lampe soll ja auch eine Leuchtdauer von rund 25 000 Stunden haben.“ Gesteuert werde ein Teil über eine Schaltuhr, der andere über einen Dämmerungsschalter.

Die Umstellung geht auf das Städtebauliche Entwicklungskonzept von 2013 zurück. Die Auswirkungen dieses Teilaspekts präsentierte Bauamtschef Schmidt in beeindruckenden Zahlen. Hatte die Straßenbeleuchtung der Kommune 2014 noch gut eine Million Kilowattstunden Strom verbraucht, waren es im Vorjahr knapp 128 000 Kilowattstunden. Die Rechnungen sanken in dieser Zeit von 211 000 auf 128 000 Euro. Sind erst alle Laternen mit LED-Leuchten ausgestattet, sollte nur noch ein fünfstelliger Betrag fällig werden. Die Kosten wären dann mehr als halbiert worden.

Strom für Groitzscher Straßenbeleuchtung

Von Olaf Krenz

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