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Borna Groitzsch hat edle Toilette am Markt
Region Borna Groitzsch hat edle Toilette am Markt
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00:16 14.11.2017
Dieses Modul ist das Kernstück der neuen öffentlichen Toilette am Groitzscher Markt. Quelle: Stadtverwaltung Groitzsch
Groitzsch

Wenn die Groitzscher Karnevalisten heute, 11.11 Uhr, auf dem Markt feucht-fröhlich in die neue Saison starten, ist bei einem dringenden Bedürfnis für sie und ihre Gäste die Erlösung nicht weit. Die öffentliche Toilette zwischen Hotel und Zeitzer Straße ist nach der Sanierung seit Kurzem geöffnet, wenn auch noch nicht komplett. Darauf wies Bürgermeister Maik Kunze (CDU) in der Stadtratssitzung am Donnerstagabend hin. Die Abgeordneten entschieden unter anderem über den Auftrag zur Entkernung des Volkshauses. Damit kann die Erneuerung der Veranstaltungsstätte auch praktisch starten.

Dieses Modul ist das Kernstück der neuen öffentlichen Toilette am Groitzscher Markt. Quelle: Stadtverwaltung Groitzsch

Das stille Örtchen am Rande des Marktes ist jetzt „edel und nobel“, sagte Kunze. Es hat eine Sanitär-Innenkabine erhalten, in der eine behindertengerechte Sitztoilette mit vollautomatischer Reinigung der Sitzbrille, ein Waschbecken mit Seifenspender und Lufthandtrocknung, ein Urinal sowie ein Wickeltisch zum Klappen installiert sind; nach jedem Besucher werde der Boden gesäubert. „Für 50 Cent kann das jeder nutzen.“ Und wie er beim Vorbeifahren am roten Licht sehe, ge­schehe das häufig. Er selbst habe es sich nur mal angesehen. Das zusätzliche Urinal-Modul für die Herren sei gerade erst eingesetzt worden und werde demnächst freigegeben. Mit dieser Erweiterung steigen die Kosten von rund 150 000 auf etwa 190 000 Euro. Die gesamte Anlage sei „eine exzellente Visitenkarte für unsere Stadt und erfüllt die heutigen hygienischen Standards für solch ein Objekt“, erklärte der Bürgermeister.

Eine ganz andere Größenordnung hat das Projekt Volkshaus, das nach sechs Jahren Leerstand für geschätzte 2,5 Millionen Euro repariert und modernisiert werden soll. Um für die genaue Planung die tatsächliche Substanz erkennen zu können, muss das Gebäude zunächst entkernt und entrümpelt werden. Auf die Ausschreibung hatte sich nur ein Unternehmen beworben. Und so erteilte der Stadtrat den Auftrag einstimmig an die Firma Baudienstleistungen Maik Nowotny aus Audigast. Ihr Angebot von knapp 71 500 Euro liegt allerdings 20 000 Euro über der ersten Kostenberechnung. „Die Arbeiten sind jedoch nötig, um Platz für weitere Untersuchungen zu erhalten“, erklärte Bauamtsleiter Dirk Schmidt. Bürgermeister Kunze wollte wissen, ob das Haus dann „ein hohler Vogel“ ist, was Schmidt bestätigte. „Damit wir halbwegs sehen, was auf uns zukommt.“

Der Abgeordnete Jens Riemann (CDU) fragte nach Mobiliar, Geschirr und Ähnlichem, das gerettet und später etwa für ein Nostalgie-Zimmer genutzt werden kann. „Da ist eigentlich nichts mehr da“, so der Bauamtsleiter, „bis vielleicht auf lederbezogene DDR-Stühle mit Chromgestell.“

Laut Kunze werde das Gesamtvorhaben trotz dieses Startschusses aber dauern. Vorgesehen sei eine Fertigstellung bis zum Jahr 2020.

Von Olaf Krenz

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