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Borna Groitzsch kann bei neuer Drehleiter sparen
Region Borna Groitzsch kann bei neuer Drehleiter sparen
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00:21 19.10.2017
So sieht die neue Drehleiter für Groitzsch aus. Sie soll nun früher kommen, als ursprünglich geplant. Quelle: Patrick Seeger
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Groitzsch

Um einiges günstiger, als ursprünglich geschätzt, wird das Drehleiterfahrzeug für die Groitzscher Feuerwehr ausfallen. Es gehört zu einem Vierer-Paket, das vom sächsischen Investitionsprogramm „Brücken in die Zukunft“ möglich gemacht wird. Mit den Schusterstädtern werden auch die Kameraden von Borna, Grimma und Wurzen ein solches Hubrettungsauto DLAK 23/12 erhalten. Waren im Vorfeld der Ausschreibung die Kosten auf etwa 750 000 Euro geschätzt worden, so hat der Stadtrat inzwischen die entscheidenden drei Aufträge für ein Volumen von lediglich gut 605 000 Euro vergeben. Auch wenn noch mit einigen Nachträgen zu rechnen ist, dürften die Ausgaben einen sechsstelligen Betrag niedriger bleiben, als anfangs erwartet. Und: Inzwischen hat sich auch die Lieferzeit verringert.

Als letztes Los stand kürzlich die Beladung für das Drehleiterfahrzeug auf dem Vergabe-Plan der Groitzscher Abgeordneten. Trotz der europaweiten Ausschreibung, die Grimma für alle vier Kommunen übernommen hatte, gingen wie zuvor schon nur zwei Angebote ein. Sowohl was den Preis als auch die Bewertungskriterien der Kameraden betraf, ging die Firma BTL Brandschutztechnik aus Leipzig als Sieger hervor, erklärte Andreas Dietze (Ex-Bürgermeitster von Brandis) in der Ratssitzung. Seine Kommunal- und Unternehmensberatung unterstützt die Städte beim gesamten Verfahren. Mit ihren knapp 46 000 Euro lagen die Messestädter bei lediglich 54 Prozent der Schätzsumme.

Ob die Feuerwehrleute tatsächlich bei der Auswahl mitreden konnten, wollte SPD-Stadtrat Lothar Gläser wissen. Ordnungsamtsleiterin Silke Große bestätigte. Und Dietze schob nach, dass die Beladung in den vier Städten unterschiedlich ausfällt, da sie an die jeweiligen Bedürfnisse und Vorstellungen angepasst wird. Das Fahrgestell (Mercedes Benz) und der Aufbau, zu dem die eigentliche Drehleiter und ihre Bedienelemente gehören, sind für alle gleich, sodass die erhofften Synergien eintreten und Einsparungen erreicht werden können. Bereits im Sommer hatte beide Aufträge das Unternehmen Rosenbauer Karlsruhe erhalten. Dessen Angebote, zusammen je Auto rund 560 000 Euro, lagen circa 15 Prozent unter den angenommenen Kosten.

Der Gesamtbetrag werde wahrscheinlich etwas höher sein als die Summe aus den Stadtratsbeschlüssen, sagte jetzt Amtsleiterin Große. Zum einen müsse noch das Digitalfunkgerät ins Fahrzeug eingebaut werden, was wohl bis zu 10 000 Euro erfordern könnte; der Landkreis wähle zentral für alle Wehren das Funk-System aus, sodass dieses nachgerüstet wird. Und dann könne es bei den letzten Abstimmungen zwischen Hersteller, Lieferant und den Kameraden zu Detailänderungen am Aufbau wegen der individuellen Beladung kommen, die Einfluss auf den Preis haben. Die Endrechnung schließlich werde dem Fördermittelgeber vorgelegt. Aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“ wird ein Zuschuss von 75 Prozent fließen.

Ebenso gefällt der Amtsleiterin und den Kameraden, dass die neue Spezialausstattung nicht erst, wie angekündigt, Ende des dritten Quartals 2018 anrollt. Rosenbauer habe offensichtlich eine zeitliche Umstellung vorgenommen, sagte Große. Jetzt rechnen die Groitzscher schon mit einer Lieferung im späten Frühjahr. Was nicht schaden kann. Das aktuelle Exemplar ist nach über 20 Jahren in Betrieb nicht mehr auf modernem Stand, dafür aber reparaturanfällig. Die Drehleiter fährt allerdings rund die Hälfte der Einsätze mit.

Von Olaf Krenz

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