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Borna Groitzsch kauft Notstromanhänger für die Feuerwehr
Region Borna Groitzsch kauft Notstromanhänger für die Feuerwehr
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00:38 14.04.2018
Die Stadt Groitzsch schafft einen mobilen Stromerzeuger für die Feuerwehr an. Den Auftrag für die Lieferung eines solchen Notstromaggregats hat die Firma Alfers & Sohn Nutzfahrzeuge, Cloppenburg, erhalten. Quelle: Firma
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Groitzsch

Wenn in Groitzsch die Lichter wegen eines Stromausfalls verlöschen, muss die Feuerwehr demnächst nicht mehr im Dunkeln sitzen. Sie kann dann auf ihre eigene Energieerzeugung zurückgreifen. Die Stadt schafft einen mobilen Stromerzeuger für das Gerätehaus an der Altenburger Straße an, beschloss der Technische Ausschuss des Stadtrates. Stadtwehrleiter Norbert Keil und der Groitzscher Ortswehrleiter Mario Zetzsche konnten die Entscheidung der Abgeordneten zufrieden aufnehmen.

Notstromaggregat sichert vor allem Landfunkstelle

Das Notstromaggregat wird speziell bei großen Schadensereignissen zum Einsatz kommen. Es soll vor allem die Funktion der hier installierten sogenannten ortsfesten Landfunkstelle sichern. Diese kann bei einer Überlastung der Integrierten Rettungsleitstelle die Kommunikation und Koordination aller Feuerwehren von Groitzsch, Pegau und Elstertrebnitz steuern.

„Wir müssen die Hilfestellung der Feuerwehr sicherstellen, auch wenn der Strom aufgrund eines riesigen Sturms, von Hochwasser oder einem Großbrand ausfällt“, sagt Bürgermeister Maik Kunze (CDU). Schon lange sei deshalb über eine alternative Stromversorgung fürs Gerätehaus geredet worden. Zumal das von Seiten des Freistaates für eine Landfunkstelle wohl generell gefordert wird, fügt er hinzu.

Nun dränge die Zeit. Die Landfunkstellen wurden im Zuge der Umstellung auf den BOS-Digitalfunk (einheitliches und leistungsstarkes Funknetz für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) in den Regionen eingerichtet.

Fünf Angebote von Unternehmen

Nach einer mit der Wehrleitung abgestimmten Berechnung wurde eine 120-Kilovoltampere-Anlage öffentlich ausgeschrieben. Fünf Unternehmen gaben ihre Angebote ab. Den Zuschlag erhielt die Firma Alfers & Sohn Nutzfahrzeuge aus Cloppenburg (Niedersachsen, rund 50 Kilometer von Bremen entfernt). Für gut 52 000 Euro fertigt sie ein entsprechendes Gerät auf einem Anhänger an.

Unter anderem hatte sie bereits ein ähnliches Aggregat mit einem etwa neun Meter hohen Lichtmast, der Halogenscheinwerfer trägt, der Feuerwehr ihrer Stadt übergeben. Etwas länger als einen Tag kann dieses mit einer Dieseltankfüllung Strom zur Verfügung stellen.

Förderung vom Landkreis für die Anschaffung

Für die Finanzierung erhält die Stadt Groitzsch eine rund 50-prozentige Förderung vom Landkreis. Der Bescheid über 25 250 Euro ging schon Anfang Dezember im Rathaus ein. Am Gerätehaus selbst muss für diesen Notstromerzeuger noch ein besonderer Anschluss geschaffen werden, um die Energie ins Gebäudenetz übernehmen zu können.

Für die Ortswehren ist eine solche Anschaffung, selbst in kleinerer Form, vorerst nicht geplant, sagt Bürgermeister Kunze. „Aber mal sehen, wie das weiter geht, welche Anforderungen künftig gestellt werden.“

Von Olaf Krenz

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